Zollikon

Probefahrt der neuen Buslinie

Die Busse der neuen Linie 910 sollen ab Dezember über den Zollikerberg nach Binz verkehren. Eine der Herausforderungen wird sein, wo die Haltestellen hinkommen, beispielsweise jene beim Sennhof. (Bild: mmw)

Die Verstärkung der Verkehrsachse Zollikerberg–Binz nimmt konkrete Züge an: Am Mittwoch testeten die Verkehrsbetriebe Zürich die neue Buslinie 910, die ab Dezember in Betrieb genommen werden soll.

Vergangenen Juni wurden die Pläne der VBZ bekannt: Auf der Strecke zwischen Zollikerberg und Binz entsteht nicht nur ein neuer Veloweg, sondern auch eine neue Buslinie (wir berichteten). Die Linie 910, die zwischen dem Bahnhof Tiefenbrunnen und der Forchbahn-Station Zollikerberg verkehrt, soll mit zwei zusätzlichen Fahrzeugen via Binz nach Ebmatingen Looren verlängert werden. Am Mittwoch war ein erster Bus auf dieser Strecke unterwegs, wenn auch nur probehalber. «Auf dieser Probefahrt geht es ­unter anderem darum, das im Büro Geplante in der Realität anzuschauen», sagt Florian Birrer, Angebotsplaner der Verkehrsbetriebe Zürich. Im Zentrum der Fahrt standen die neuen Haltestellen beziehungs­weise deren Provisorien, werden doch gemäss Florian Birrer auf die Inbetriebnahme im kommenden Dezember hin provisorische Haltestellen erstellt. «Die definitiven Haltestellen werden später gebaut», erklärt er. Zeitlich wäre es sonst nicht machbar gewesen, die Verlängerung der Linie 910 auf den Fahrplanwechsel im Dezember vorzusehen.

Entscheid im Sommer

Dann soll der Bus der neuen Linie 910 von Montag bis Freitag zwischen 6 und 20 Uhr auf der Strecke Bahnhof Tiefenbrunnen nach Station Zollikerberg und weiter bis Ebmatingen Looren verkehren. Zu den anderen Zeiten wird die Linie 910 wie bisher nur zwischen Bahnhof Tiefenbrunnen und Station ­Zollikerberg fahren. Zu den Stosszeiten, also zwischen 6 und 8 Uhr morgens sowie zwischen 16 und 18.30 Uhr abends, verkehrt der Bus im 15-Minuten-Takt, in den übrigen Zeiten alle 30 Minuten. Im Gegenzug zur Verlängerung der Linie 910 wird die Linie 917 – der Quartierbus, der im Weiler Sennhof zwischen der Station Zollikerberg und Oberhub verkehrt – eingestellt. Der definitive Entscheid zur Umsetzung des neuen Angebotes fällt der Verkehrsrat diesen Sommer.

Knacknüsse werden die Haltestellen sein

Der Zolliker Gemeinderat freue sich über den Ausbau der neuen Bus­linie, sagt Bauvorstand Martin Hirs anlässlich der Probefahrt. «Insbesondere, weil damit das Quartier Sennhof mit einem regelmässig verkehrenden Linienbus erschlossen wird.» Eine Herausforderung werde es möglicherweise werden, den Bus der neuen Linie 910 einerseits auf die S-Bahn am Tiefenbrunnen und andererseits auf den Schulanfang am Morgen abzustimmen, wenn sich die Schüler vom Sennhof-Quartier auf den Weg machen. «Bis jetzt haben wir den kleinen Quartierbus im Sennhof auf die Schulzeiten abgestimmt», erklärt er. Bei der Verlängerung der Linie 910 werde das nicht mehr so einfach gehen, denn Priorität habe die gute Umsteigezeit für die S-Bahn Richtung Hauptbahnhof und nicht der Schulbeginn im Rüterwis.
Eine weitere Herausforderung würden die Haltestellen darstellen: «An den Haltestellen an der Binzstrasse werden wir arbeiten müssen. Diejenige im Bereich Sennhofstrasse wäre idealerweise für beide Fahrtrichtungen auf der Sennhofseite zu erstellen, was nicht einfach wird», gibt der Gemeinderat zu bedenken. Die Probefahrt am Mittwoch gab den Vertretern der Gemeinden, des Kantons und der Verkehrsbetriebe Gelegenheit, die Gegebenheiten vor Ort anzuschauen und mögliche Lösungsvorschläge untereinander zu diskutieren. Sobald der Entscheid des Verkehrsrates steht, werden die nächsten Schritte geplant. Die provisorischen Haltestellen werden gemäss den Verantwortlichen von Kanton und VBZ aber sicherlich zwei Jahre Bestand haben, nehme die Planung und Realisierung der definitiven Haltestellen doch sicherlich einige Zeit in Anspruch. (mmw)

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