Zollikon

Zweite Initiative zum Beugi

Nur drei Wochen nach der Einzelinitiative von Stephan Brändli folgt eine weitere: Das Beugi-Areal soll im Baurecht an die Zolliker Baugenossenschaften abgegeben und auf einen Grossverteiler verzichtet werden.

Eingereicht hat die ­Initiative Alt-Gemeinderat Jürg Widmer, der heute dem Gewerbeverein als Präsident vorsteht und Vizepräsident der Neuen Baugenossenschaft ist. Als Letzterer wurde er mit den weiteren vier Zolliker Baugenossenschaften aktiv, sie alle haben die Initiative mitunterzeichnet. Ihr Anliegen: Bezahlbarer Wohnraum. Anders als der von der Gemeinde eingeschlagene Weg soll das Beugi-Areal im Baurecht nicht dem Meistbietenden, sondern zu einem vergünstigten Baurechtszins den interessierten Zolliker Baugenossenschaften übergeben werden. «Nur so werden die Bedürfnisse der Bürger berücksichtigt», ist Jürg Widmer überzeugt. Die Marschrichtung des Gemeinderats sei die falsche, angestrebt werde nur eine hohe Rendite, die Bevölkerung dabei aus den Augen verloren. Zollikon brauche bezahlbaren Wohnraum und dieser soll mit der Initiative sichergestellt werden: ­Basierend auf dem Entwurf des ­bereits bestehenden Gestaltungsplans sollen auf dem knapp 6300 Quadratmeter grossen Areal Wohnungen für alle Altersstufen realisiert werden, davon ein Drittel für Senioren und ein Drittel Familienwohnungen. Für das weitere Drittel seien kleinere Wohnungen oder Gewerbeflächen denkbar. Baurechtsnehmer sollen Zolliker Baugenossenschaften gemeinsam sein, so wie dies bei den Überbauungen im Breitacker-Quartier und an der Schützenstrasse der Fall ist.

Kein Grossverteiler im UG

Den mit Coop abgeschlossenen Vorvertrag als Hauptmieter im Untergeschoss verlangt das Initiativkomitee aufzulösen. Ein zusätzlicher Grossverteiler sei überflüssig, der Verkehrskollaps mit der Zufahrt zur Tiefgarage über die Zollikerstrasse vorprogrammiert. Auch glaubt Jürg Widmer nicht, dass ein weiterer Grossverteiler mehr Leben ins Dorf bringt, im Gegenteil. Er spricht vom «Zumiker-Effekt», vom verwaisten Zumiker Dorfplatz, weil viele ihre Einkäufe nur via Tiefgarage erledigten und das Dorf sogleich wieder verliessen.

Die kürzlich eingereichte Einzel­initiative von Forum 5W-Mitglied Stephan Brändli mit dem Ziel der Überbauung durch die Gemeinde, hat Jürg Widmer mit Interesse verfolgt. Seiner Meinung nach geht sie aber in die falsche Richtung, da sie nur die Besitzverhältnisse ändere und die geplanten Wohnungen ebenso eine maximale Rendite verfolgten, was bezahlbarer Wohnraum verunmögliche. Jürg Widmer reichte seine Initiative nach Redaktionsschluss dieser Zeitung ein, weshalb von der Gemeinde noch keine Stellungnahme einzuholen war. Klar ist: Das Beugi-Areal gibt zu reden. (mmw)

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