Zumikon

Der Strom lacht vom Himmel

In der Gand sorgen auf zwei weiteren Häusern Photovoltaikanlagen für natürlichen Strom. (Bild: bms)
 

Die Zumiker Wohnbau- und Solargenossenschaften haben erstmals gemeinsam zwei Häuser mit Photovoltaikanlagen bestückt.

Ein bisschen weh­mütig wird Adrian Feldmann auf die Sonnenstunden im Sommer und Herbst dieses Jahres zurückgeblickt haben. Denn eigentlich hätten schon zwei Häuser der Wohnbaugenossenschaft Zumikon mit Solaranlagen ausgerüstet sein sollen. Formale Vorgaben hatten jedoch zu einer Verzögerung geführt, und so konnten die Häuser In der Gand 4 und 33 erst im Oktober mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden. «Möglich wurde dies durch eine Kooperation zwischen der Wohnbaugenossenschaft und der Solargenossenschaft», erklärt Adrian Feldmann, Vizepräsident der Baugenossenschaft.

Erst in diesem Jahr ist der Solar­verein, der vor mehr als 25 Jahren gegründet worden war, in eine Genossenschaft umgewandelt worden. «Als Verein konnten wir nicht die nötigen Investitionen vornehmen», erläutert Alex Brun, der als Projektleiter die Installation überwachte. Der Verein hat auch schon das Feuerwehrgebäude, das Schulhaus am Farlifang, das Werkgebäude und die zentrale Sammelstelle Schwäntenmos mit Solaranlagen bestückt. Dadurch hat sich Kapital ange­sammelt, das jetzt in die Häuser In der Gand investiert wurde. «Das Schwäntenmos war sicherlich unser Flaggschiff», schwärmt Jürg Wyser, Präsident der Solargenossenschaft. Mit den Einnahmen dieser Anlage durch die Einspeisevergütung hätten sie über die Jahre die sehr hohen Investitionskosten refinanziert und sogar ein bescheidenes finanzielles Polster aufgebaut. Aber auch private Darlehen hätten bei der Realisierung geholfen.

Neue Genossenschafter willkommen

«Als die Genossenschaft sich an uns gewandt hat, haben wir Gebäude mit einem hohen Stromverbrauch gesucht und sind auf die fünfstöckigen Häuser am Kreisel und am Ende der Sackgasse gestossen. Beide sind bereits mit Wärmepumpen ausgestattet», führt Urs Ruoss, Präsident der Baugenossenschaft, aus. Der gewonnene Strom soll natürlich im besten Fall zu hundert Prozent in den Gebäuden eingesetzt werden.

Wie viel das jeweils ist, zeigt ein Display im Hauseingang. Da werden aber nicht nackte Kilowattstunden angezeigt, die niemandem etwas sagen. Auf dem Display wird vermeldet, wie viel Gas oder Öl schon gespart und wie viel CO2-Ausstoss vermieden werden konnte, aber auch, was der Wetterbericht für die Stromgewinnung vorhersagt.

Das Herz der Anlage mit 26,7 respektive 26,4 Kilowatt findet sich im Keller. Die Daten, die hier zusammenlaufen, können aber auch direkt via Internet von zuhause abgerufen werden. Ganz genau ist hier abzulesen, zu welcher Uhrzeit am meisten Strom gewonnen wurde und auch, was für einen ­Anteil am gesamten Verbrauch er ausmacht. Den Anlagen auf den Gebäuden In der Gand sollen – geht es nach den Initianten – schnell weitere folgen. «Wir haben in Zumikon zahlreiche Häuser, die perfekte Voraussetzungen mitbringen», unterstreicht Jürg Wyser. Willkommen sind auch weitere Genossenschafter, die die Idee des Solarstroms unterstützen möchten. Sie können sich per Mail unter «solar.genossenschaft.zumikon@gmail.com» melden. (bms)

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