07/2016 Mit der Kuscheldecke in die Schule

Mit der Kuscheldecke in die Schule

So gerne wie am vergangenen Donnerstag gehen die Zumiker Schüler und Schülerinnen sonst wohl nicht in die Schule. Das Elterngremium hatte nämlich zur ersten Lesenacht der Juch-Schule eingeladen.

Gleich in sechs Gruppen mit jeweils rund 13 Teilnehmenden zog zunächst die Unterstufe von Klassenzimmer zu Klassenzimmer, um sich von den vorlesenden Müttern, Vätern und Lehrern in spannende Welten entführen zu lassen. Da gab es einen Hund, der gerne Heavy-Metal hörte, ein Mädchen, das mit Raubkatzen sprechen konnte, und auch einen cleveren Floh, der bei einer Schatzsuche half. Die Schüler und Schülerinnen machten es sich gleich bequem, rollten sich in ihre Kuscheldecken ein oder kraulten ihre mitgebrachten Kuscheltiere, die teilweise grösser als sie selber waren. Mit Leuchtsternen und -stäben kam zusätzlich zauberhafte Stimmung auf.

Im Vorfeld hatte Chantal Rathert vom Elterngremium sich die Mühe gemacht, sich durch sämtliche Bücher zu lesen und Lese-Empfehlungen je nach Altersstufe abzugeben. Erstaunt und erfreut waren sie und Corinne Lüthy vom Organisationskomittee, dass sich so viele freiwillige Helfer für den Anlass gemeldet hatten. Aber es war auch ein grosser Aufwand, die Schüler zu registrieren, von Raum zu Raum und schliesslich zur Snackbar zu geleiten, wo sie von den Eltern wieder in Empfang genommen werden konnten. Sind die Kinder sonst im Drei-Klassen-Verband unterwegs, wurden sie an der Bar nach Altersgruppen getrennt. So hatten Erstklässler mal die Chance zu gucken, wer sonst noch alles neu an der Schule ist.

Während die Jüngeren sich noch an den Chips-Töpfen stärkten, kamen am späteren Abend dann die Mittelstufenschüler zum Zug. Sie konnten Auszügen aus «Ein Krokodil taucht ab», «Wolfsbruder» oder auch «Der Junge, der Gedanken lesen konnte» zuhören, und nicht wenige nahmen sich im Anschluss vor, sich doch die Bücher mal aus der Schulbibliothek auszuleihen.

Der Abend könnte der Auftakt zu einer festen Tradition gewesen sein. Vielleicht gilt es aber zu überlegen, ob bei einer Wiederholung nicht die Kinder – mit Taschen, Jacken, Kuscheltieren – in «ihrem» Leseraum bleiben und im Gegenzug die Vorlesenden von Zimmer zu Zimmer wandern. (bms)
 

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