21/2018 Die Menschen selber sind das Fest

Die Menschen selber sind das Fest

Im Organisationskomitee für das Zumifäscht, das heute in einer Woche eröffnet wird, haben nebst Adrian Riss, Daniel Walt, Lorenz von Meiss auch Sandra und Urs Sonderegger geplant und organisiert. Zwei in Zumikon längst bekannte Gesichter.

Oft ist es ja schwierig, Leute zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren. Die ihre Zeit und ihr Können einbringen für eine gute Sache. Nicht so bei der Familie Sonderegger. Im Organisationskomitee für das Zumifäscht sind mit Sandra und Urs Sonderegger gleich zwei ­Zumiker, die sich gerne für die Gemeinde einsetzen. Viele Stunden haben sie in den vergangenen Wochen in die Planung investiert. Sandra Sonderegger ist für die Betreuung und Koordination der Teilnehmer verantwortlich, ihr Mann zusammen mit Daniel Walt für die Infrastruktur und das Festareal. Viel kann man planen. Nicht alles – wie das Wetter. «Wir haben gutes Wetter bestellt. Es sollte nicht zu heiss werden und nicht zu nass. Im Falle eines Falles werden wir bei Regen mit Pelerinen vorsorgen», erklärt das Paar. Doch sie sind sich auch sicher: So wichtig ist das Wetter dann doch wieder nicht. «Die Zumifäscht-Besucher werden mit ihrer guten Laune für ein tolles Fest sorgen.»

Grosses Interesse

Im Vorfeld galt es viel zu organisieren. Eine der grössten Herausforderungen dabei sei gewesen, allen gerecht zu werden. Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Älteren. Denen, die eher das Konzert mit lauterer Musik bevorzugen und denen, die sich lieber in Ruhe bei einem Glas Wein unterhalten wollen. Die grösste Überraschung bei der Vorbereitung sei gewesen, wie viel Interesse ihnen entgegengebracht worden sei. «Viele haben offenbar seit langem darauf gewartet, dass es mal wieder ein Zumifäscht gibt. Wir haben uns natürlich riesig darüber gefreut, dass neben den Vereinen auch viele Gewerbe­treibende und Institutionen mitmachen», unterstreicht Sandra Sonderegger, die im «echten Leben» als Fotografin arbeitet. So sei auch die Festschrift mit Programm, Teilnehmenden und mehr sehr positiv aufgenommen worden.

Auch die Gemeinde habe das Komitee in seiner Arbeit unterstützt. «Die Gemeinde Zumikon sorgt auf der einen Seite unter anderem für Wasser, Strom und Toiletten. Auf der anderen Seite hat sie uns bei der Planung aber freie Hand gelassen», führt Urs Sonderegger aus, der «nebenbei» auch noch die Feuerwehr, die Verbandsarbeit und seinen Handwerksbetrieb zu stemmen hat. Viel Zeit bleibt dafür nicht. Allein für die Sitzungen des Komitees seien rund 200 Stunden zusammengekommen. Parallel musste die Homepage erstellt werden, das Programm wurde koordiniert, Anfragen wurden beantwortet, Bewilligungen eingeholt, die Umleitung des Busses galt es zu organisieren. Den Samariterverband anfragen, ob er sich um grössere oder kleinere Wehwehchen kümmern werde. Und so ist das Paar eher etwas zurückhaltend, wenn es um die Frage geht, ob es auch in naher Zukunft wieder ein Zumifäscht auf die Beine stellen wolle. «Jetzt freuen wir uns erst mal auf die ersten zwei Junitage und sind froh, wenn alles reibungslos über die Bühne geht», lachen die beiden. Sie wissen aber auch: Sie haben «nur» die Vorarbeit geleistet. Das Fest selber machen die Menschen. Das Ehepaar Sonderegger kann am Sonntag nach dem Fest übrigens nicht ausschlafen. Dann steht die Aufräumarbeit an. Spätestens am Montagmittag muss der Dorfplatz wieder so aussehen, als sei nichts passiert. (bms)

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