Falsche Polizisten in Zollikon verhaftet

In Zollikon haben Fahnder der Kantonspolizei zwei Betrüger verhaftet, die sich als ­Polizisten ausgegeben hatten. Die mutmasslichen Diebe ­trugen 15’000 Franken aus einem Delikt auf sich.

Im Vorfeld hatten die Fahnder eine ältere Frau bemerkt, die ein Kuvert unter einem Abfallkübel deponierte. Bei einer anschliessenden Kontrolle zweier junger Männer stellten die Fahnder den zuvor abgeholten Umschlag mit rund 15’000 Franken sicher. Da der Verdacht bestand, dass die Männer im Zusammenhang mit einem Betrugsdelikt des Phänomens «Falscher Polizist» stehen, wurden sie verhaftet und polizeilich befragt.

Im Kanton Zürich kommt es derzeit häufiger vor, dass sich Betrüger als Polizisten ausgeben und versuchen, grosse Geldsummen von den Opfern zu erpressen. Dabei überzeugt der Anrufer das Opfer unter Einsatz von psychischem Druck davon, dass sein Geld auf der Bank nicht sicher ist. Wenn das Opfer in die Mitarbeit einwilligt, wird es zum Bezug von Bargeld und der Übergabe an den vermeintlichen Polizisten gedrängt. Florian Frei von der Kantonspolizei Zürich empfiehlt bei derartigen Anrufen: «Klären Sie über die Notrufnummer 117 ab, ob es den anrufenden Polizisten wirklich gibt. Beenden Sie hierfür das Telefonat mit dem angeblichen Polizisten und gehen Sie nicht auf dessen Forderungen ein. Die richtige Polizei ­verlangt am Telefon niemals hohe Bargeldsummen – allenfalls wird wegen einer Busse nachgefragt. Übergeben Sie sowieso niemals Vermögenswerte an Unbekannte.»

Die organisierten und kriminellen Banden stammten häufig aus ­Osteuropa und der Türkei. Das in der Schweiz erpresste Geld werde jeweils rasch von den Betrügern an Mittelsmänner ins Ausland ­geschickt. Von da an sei es sehr schwer, die Diebe dingfest zu machen. (ab)

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