Geheimfeier

Wer Menschen zu einer Feier einlädt, tut gut daran, über Zeitpunkt und Ort zu informieren.

Auf dem Plakat der Gemeinde Zollikon wurde der Ort der Feier unterschlagen. (Bild: bms)

Diese Informationen erleichtern sowohl den Gästen als auch den Gastgebern einen gesicherten Ablauf des Fests. Noch besser ist es, den Besucher auch wissen zu lassen, ob es zu essen oder zu trinken geben wird. Ein laut knurrender Magen kann einen gemeinsamen Abend doch merklich stören. Nun wollte die Gemeinde Zollikon ihre Bewohner und Bewohnerinnen gerne zur Feier des 1. Augusts einladen.

So will es die Tradition. Auf der anderen Seite war die Angst: Menschenansammlungen gilt es zu vermeiden. So entschloss sich die Gemeinde zu einem besonderen Clou: Auf den Plakaten zur Feier gab sie genau an, wann gefeiert wurde (ab 19.45 Uhr). Sie informierte auch darüber, was es alles nicht geben wird: Festrede, Festwirtschaft, ausreichend Sitzplätze. Nur wo die Feier über die Bühne gehen sollte, das wurde nicht verraten. Vage war vom «Gelände» die Rede.

So wurde ein übermässiger Andrang vermieden. Für alle Neu-Zolliker, die am 1. August ziellos mit Picknickdecke und Kühlbox durch den Ort irrten: Gefeiert wird immer auf der Allmend.

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