Digitalisierungs-Schub in Zumikon

Die Gemeinde möchte zukünftig auch über Social Media informieren.

Soziale Kanäle sollen auf ihre Tauglichkeit für die Kommunikation in Zumikon geprüft werden. (Bild: Thomas Ulrich)

Die Wege der Kommunikation ändern sich laufend. So gab es zunächst die Postkutsche, dann kam die Revolution und die Briefe wurden vom Postboten nach Hause gebracht. Mittlerweile kann man per Smartphone minütlich neue Nachrichten abfragen. Daher möchte auch die Gemeinde Zumikon mit ihrer Kommunikation schneller werden und ausserdem auf die Kanäle der Sozialen Medien setzen. «Wir stehen ganz am Anfang der Analyse», betont Gemeindeschreiber Thomas Kauflin. «Das ist zunächst ein Grundsatzentscheid.» Es gelte abzuklären, welche Kanäle sich für welche Informationen besonders eignen würden. Mit dem Projekt soll vor allem die jüngere Bevölkerung angesprochen werden. Da sei es besonders wichtig zu analysieren, welche Medien langfristig genutzt werden können. «Gerade in dem Bereich kommt es schnell zu Verschiebungen», weiss Thomas Kauflin. Dass die Gemeinde dieses Projekt lanciert hat, heisst aber nicht, dass sie zukünftig ausschliesslich auf Digitalität setzt. Vielmehr gilt das Prinzip: Das eine tun und das andere nicht lassen. «Wir werden auch weiterhin auf Flyern und per Inserat informieren.»

Die Kommunikation ist nicht der einzige Bereich, der in Zumikon moderner wird. So soll es auch eine elektronische Reservation für Räumlichkeiten der Gemeinde und eine Umstellung auf ein elektronisches Baubewilligungsverfahren geben. Schon Anfang des kommenden Jahres können in der Tiefgarage unter dem Dorfplatz die Parkgebühren via WLAN entrichtet werden.

Freuen können sich auch die Schülerinnen und Schüler der Primarschule. Im Rahmen des Digitalisierungs-Schubs sollen sie – voraussichtlich bis 2024 – jeweils mit einem Tablet ausgerüstet werden. Insgesamt wird mit einmaligen Kosten von rund 380’000 Franken, verteilt auf drei bis vier Jahre, gerechnet. Da sind auch Projekte mit vorwiegend interner Wirkung einbezogen. Das sind unter anderem die Digitalisierung bei den Pflegerechnungen oder auch die elektronische Verwaltung von Feuerwehrmaterial mittels Strichcodes.

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