Wasserball-Finale – Euphorie und Enttäuschung

Die Junioren U17-Mannschaft von Aquastar mit ihren Trainern Adam Ferenczy und Laszlo Balsam haben es ins Finale geschafft.

Die U17 von Aquastar
Die U17 von Aquastar hat es ins Finale der besten Schweizer
Mannschaften geschafft. (Bild: zvg)

Beim Final 6 handelt es sich um die Endspiel-Playoffs der besten sechs Wasserballmannschaften der Schweiz (U17). Corona-bedingt fiel die Hälfte der Meisterschaft aus und der Trainingsbetrieb ruhte bis Mitte Juni. Die kurze Saison hat jedoch gereicht, sich unter den besten sechs Teams (von 20) zu etablieren. In drei Monaten hat die ganze Mannschaft einen enormen Teamgeist, Willen und ein super Zusammengehörigkeitsgefühl aufgebaut. Genau dieser Teamgeist zeigte sich im Verlauf des Turniers als die entscheidende Komponente. Im Austragungsort Lugano angekommen, fanden die letzten Besprechungen statt. Die Spannung auf das samstägliche Spiel war merklich spürbar und der Wille in den Augen von jedem Einzelnen sichtbar. Das Spiel gegen Lausanne wurde härter als erwartet und leider verspielten die Züriseebuben die Möglichkeit, eine gute Ausgangslage im ersten Viertel zu erarbeiten und verloren dieses prompt mit 4:1. In den darauffolgenden Abschnitten kam es zu einem spannenden Hin und Her. Am Ende zog Aquastar leider den Kürzeren und verlor das erste wichtige Spiel 16:11. Somit waren sie auch im Kampf um die realistischen und erhofften Medaillenplätze ausgeschieden. Schmerzlindernd wirkte, dass die Mannschaft von Lausanne aus den besten Spielern aus mehreren Vereinen bestand, was die starke Leistung der Aquastar-Jungs hervorhebt. Sie versuchten, alleine und ohne Unterstützung von anderen Vereinen eine Medaille zu holen.

Tore: Kai Meyer (4) Matthias Labussiere (2) Elias Künzli (2) Luis Kropp (1) Severin Uhl (1) Azim Valko (1)


Am Sonntag ging es dann gegen Tristar (Romanshorn/Arbon) um den finalen 5. Rang. Die Enttäuschung vom Vortag sass noch tief in den Knochen.
Mit Zuversicht ins Spiel Dennoch gingen Trainer und Spieler zuversichtlich ins Spiel, denn am Vortag hatte die durchschnittlich ein Jahr jüngere Aquastar-Mannschaft ein teils vielversprechendes Spiel gezeigt. Die Begegnung gegen Tristar erwies sich mental gesehen als das schwierigste Spiel in der noch jungen Karriere der Spieler. Alle waren bereit, füreinander bis zum Umfallen zu schwimmen. Sie wollten jetzt erst recht den 5. Rang! Dies machte sich auch im Spiel bemerkbar. Die Aquastar-Mannschaft lag am Ende des dritten Viertels mit fünf Toren zurück. Ein scheinbar unaufhol­barer Rückstand. Durch eine unglaubliche Aufholjagd und einer überragenden Leistung von den Topscorern Azimjon Valko (drei Tore) und Kai Meyer (sieben Tore) und von Torwart Michael Dudko konnte die undenkbare Wende eingeleitet werden: Das letzte Viertel wurde mit sage und schreibe 11:1 gewonnen und somit der 13:18-Sieg geholt. Durch den enormen Zusammenhalt konnte das Aquastar-Team das Spiel drehen und fuhr mit einem schönen Erfolgserlebnis – wenn schon nicht mit einer Medaille – zurück nach Hause.

Tore: Kai Meyer (7) Azim Valko (3) Leonard Martignioni (3) Luis Kropp (3) Ben Hammerl (1) Dominik Mihelic (1)

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