Ein Blick hinter die Kulissen

Mit welchen Effekten auf einer Theaterbühne gearbeitet wird, erklärt eine Theatermalerin auf ihrer Führung im Ortsmuseum.

Die Theatermaler haben wunderschöne Kulissen gestaltet. Diese können im Ortsmuseum bestaunt werden. (Bild: zvg)

Angehende Theatermalerinnen und -maler der Schule für Gestaltung Zürich haben die Ausstellung über Sagen im Ortsmuseum Zollikon gestaltet. Mit grossformatigen Malereien verwandelten sie die Museumsräume in eine mystische Sagenwelt. Claudia Grolimund, Berufsbildnerin Theatermalerei, gibt am Sonntag, 4. Oktober, während einer Führung Einblick in die Techniken dieses nicht alltäglichen Berufs.

Im Kellerraum des Museums ist ein grossformatiger Schatz mal beleuchtet und scheinbar real, während er im nächsten Augenblick wieder verschwindet. Diese Maltechnik heisst Transparentmalerei. Ein Gittertüll dient als Untergrund für das Gemalte. Wird die Malerei auf dem Tüll von vorne beleuchtet, ist sie gut sichtbar. Trifft kein Licht auf den Stoff, ist die Malerei nicht zu sehen. Dieser Effekt wird im Theater oft eingesetzt, um diffuse Stimmungen oder markante Szenenwechsel zu erzeugen. Nebst den grossformatigen Malereien sind die Theatermalerinnen und -maler auch dafür zuständig, dass die Bühnenbildelemente die richtige Wirkung bekommen. Sie sind Meister im Imitieren von Texturen wie Holz, Rost und Stein. Nicht nur die richtige Maltechnik, auch der Einsatz des richtigen Werkzeugs ist gefragt. So ist in der Ausstellung «Sagenhaft» auch eine Auswahl von Pinselaufsätzen und anderen Hilfsmitteln aus der Theatermalerei ausgestellt. Dieser Blick hinter die Kulissen mit Claudia Grolimund, Berufsbildnerin Theatermalerei, kann dazu führen, dass man das nächste Theaterstück oder die nächste Oper mit anderen Augen sieht.

Sonntag, 4. Oktober, 15 Uhr, Ortsmuseum Zollikon, Führung durch «Sagenhaft».

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