Grünes Licht für Pfadiheim-Sanierung

Nachdem die Pfadi Zollikon den verlangten Eigenbeitrag geleistet hatte, sprach der Gemeinderat 200 000 Franken für die Erneuerung der Turatzburg.

Die Turatzburg
Wenn alles nach Plan läuft, kann die Turatzburg ab Frühling 2021 saniert werden. (Bild: Adrian Michael)

An seiner letztwöchigen Sitzung hat der Gemeinderat Zollikon einen Baubeitrag von 200 000 Franken für das Sanierungsprojekt der Turatzburg gutgeheissen. Bedingung war, dass die «Stiftung Pfadfinderheim Zollikon» mindestens 100 000 Franken selbst beisteuern kann. Das ist ihr gelungen: Bis Ende September konnten rund 122 000 Franken gesammelt werden. Das Baurecht für die ­Turatzburg, das im November 2020 ausgelaufen wäre, hat der Gemeinderat nun um 20 Jahre verlängert. Wenn alles nach Plan läuft, kann nächsten Frühling mit der Sanierung begonnen werden.

Die Turatzburg ist schon lange sanierungsbedürftig, ein Baugesuch wurde bereits im Sommer 2019 eingereicht. Unter anderem wegen Einsprachen der Kantonalen Denkmalpflege kam es zu Verzögerungen (der ZoZuBo berichtete im Mai). Der Baubeitrag von 200 000 Franken war bereits ein Posten im Budget 2020, das von der Gemeindeversammlung vergangenen November gutgeheissen wurde. Der Gemeinderat hält einen Beitrag der öffentlichen Hand für die Sanierung des Pfadiheims für gerechtfertigt. «Die Pfadi Morgestärn ist ein wichtiger Eckpfeiler der Verbandsjugend­arbeit in der Gemeinde Zollikon», teilt Gemeindeschreiber Markus Gossweiler mit. «Die 1960 auf ­einem Baurechtsgrundstück der Gemeinde erbaute Turatzburg als Vereinslokal soll weiterhin für die Pfadi gut nutzbar sein.»

Solide finanzielle Grundlage

Seitens der Pfadi freut man sich über diesen wichtigen Schritt. «Wir sind erleichtert, dass wir nach der Einigung mit der Denkmalpflege nun auch die Unterstützung der ­Gemeinde bekommen haben», sagt Adrian Michael, der die Elternkommission der Pfadiabteilung Morgestärn präsidiert. «Damit ist eine solide finanzielle Grundlage gelegt.» Ob der Betrag wirklich ausreiche, um alle Vorstellungen zu realisieren, werde sich in der Bauphase zeigen. Die gewünschte Schalldämmung der Aussenwände zum Beispiel stehe noch in der Schwebe. «Wir nehmen nach wie vor gerne Spenden entgegen», betont der Kommissionspräsident.

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