Pausenplatzgeflüster

Kinder auf dem Pausenplatz

Hier schreiben Primarschüler Geschichten, die sie auf dem Pausenplatz oder in der Freizeit erleben.

Der Zolliker Zumiker Bote möchte wissen, über was da ­gesprochen wird. Kinder aus Zollikon, Zumikon und Zollikerberg ­berichten über spannende, lustige oder auch traurige Geschichten aus ­ihrem Alltag.

Die Lehrer sind auch Thema

Eine kleine Umfrage und «Mithören» in mehreren Pausen bringt mich zu folgendem Schluss: Natürlich sind auch die Lehrpersonen ein Thema – aber ganz ehrlich, viel öfter reden wir über die Aufgaben, die Ferien, die Schulkameraden, den Mittagstisch oder wir fahren einfach Skateboard. Wird über eine Lehrperson gesprochen, dann meistens über diejenige von der Stunde gerade vorher oder von der nächsten. Weniger gut fällt das Feedback aus, wenn man in der Stunde getadelt wurde oder etwas nicht wusste. Sehr gut, wenn man gelobt oder einfach in Ruhe gelassen wurde. Passiert einer Lehrperson, die man mag, in der Stunde ein Missgeschick, dann beginnt das Pausengespräch mit Mitleid und wird bald zu grossem Gelächter. Bei einer, die man weniger mag, bleiben alle lieber stumm. In der nächsten Pause kann das Ganze dann schon wieder völlig anders ­tönen. Grundsätzlich mögen wir die Lehrpersonen, die etwas Interessantes erzählen, eine klare Linie haben und wir wissen, wo wir dran sind. Schwierig wird es, wenn die Reaktion einer Lehrperson nicht nachvollzogen werden kann. Natürlich tratschen wir auch über den Kleidungsstil, die Launen und die Vergesslichkeit der Lehrpersonen.

Am Schluss ist die Pause ja da, um sich zu erholen und auszutoben – das Geschwätz ist also nicht ganz so ernst zu nehmen. Ach ja, zum Abschluss noch eine Frage: Was reden wohl die Lehrpersonen über uns in der Pause?

Jill K.

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