Installationen im Dialog

Ganz zart scheinen die Installationen in den beiden Galerieräumen. (Bild: zvg)

Ab morgen stellt Yvonne Huggenberger in der Galerie Milchhütte aus.

In den zwei von der Künstlerin Yvonne Huggenberger subtil inszenierten Galerieräumen treten klein- und grossformatige Bilder und eine Installation in Dialog und spannen weitere Räume auf. Es ist ein gemeinsames Atmen in Weiss, das sich dem ersten Blick als berührendes ästhetisches Erlebnis darbietet.

Taucht das Schauen aber ein in das grosse Gemälde, das einen empfängt, entlarvt sich die Weissdominanz rasch als Täuschung. In der verhaltenen Farbigkeit klingen vielfältige Farbtöne zart an, empfänglich für das Spiel von Licht und Schatten.

Die Strenge des gleichmässigen, ­horizontalen Rasters wird gebrochen durch das leichte Zittern, das jede einzelne der von Hand ge­zogenen Linien begleitet, durch das ungleichzeitige Enden der Linien an den Bildrändern, durch die gekrümmten Vertikalen, die die Fläche in die Dreidimensionalität überführen. Ein weiterführender Text der Kunsthistorikerin Bettina Richter liegt in der Galerie auf.

Vernissage, Samstag, 14. November 2020, von 17 Uhr bis 19 Uhr Öffnungszeiten Donnerstag und Freitag von 17 Uhr bis 19 Uhr.

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