Stricken ist das neue Yoga

Stricken ist wieder en vogue. Selbst Weltklasseschauspie­lerinnen wie Julia Roberts oder Catherine Zeta-Jones lassen in den Set-Pausen die Nadeln klappern. Stricken ist das neue Yoga. Nur weniger anstrengend. Seit vier Wochen ist das neue Strick-Café der Hotspot für Handarbeitsbegeisterte.

Stricken lernen kann anstrengend sein. Hat man aber den Bogen raus, geschieht das genaue Gegenteil: Stricken ist grossartig, um abzuschalten und sich vom Alltagsstress zu erholen. Jeden zweiten Dienstag im Monat ab 14 Uhr ist das Strick-Café im Kirchgemeindehaus Zollikerberg geöffnet, gleich neben dem neuen Café am Puls. Man sollte schon mal Stricknadeln in der Hand gehabt haben und vielleicht auch wissen, was rechte und linke Maschen sind. Für alles andere steht die kompetente Strickerin Verena Koenig während der zwei bis drei Strickstunden zur Verfügung. Sie bringt auch Strickmuster und Wolle mit. Derzeit wird an einer Patchwork-Decke, einem Schwammstern, Eierwärmern und Pulswärmern gearbeitet. Alle Stücke werden am Frühlingsmarkt bei der offiziellen Einweihung des Cafés am Puls verkauft. Es geht darum, «etwas für etwas» zu stricken, sprich, Gutes zu tun. Hinter dem Strick-Café steht die reformierte Kirche, die wohl erkannt hat, dass man Menschen mit gleichen Interessen zusammenbringen muss, um sie für etwas zu gewinnen. Wichtig ist der Austausch. Was läuft im Ort? Hast du schon gehört, dass …? Wie geht’s gesundheitlich? Handarbeiten sind jedoch das bestimmende Thema, das verbindet alle (bisher nur Frauen), die ins Strick-Café kommen. Zwischendurch wird Kaffee getrunken und die Arbeit des Gegenübers begutachtet, verbessert, gelobt. Die Stimmung ist entspannt; es scheint, als würden sich alle schon länger kennen.

Wer Lust hat, mitzumachen, ist willkommen. Wegen Corona gibt’s eine Anmeldepflicht, telefonisch bei Pfarrerin Anne-Käthi Rüegg-Schweizer unter 044 391 23 70 oder über anne-kaethi.rueegg-schweizer@ref-zollikon.ch

Anzeige