Kein Impfstoff für die Gemeinden

Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist gross. Weil die Vergabe über den Kanton läuft, bleibt den Gemeinden kein Spielraum.

Corona-Impfstoff
Die Nachfrage nach Corona-Impfstoffen ist gross.

«Bitte beachten Sie, dass es in Zollikon zurzeit keine öffentlichen Impfstationen gibt, auch nicht im Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain.» Dieser Satz steht seit Anfang ­Woche auf der Webseite der Gemeinde. Laut Sprecherin Melanie Marday-Wettstein sind diverse Anfragen zur Impfung eingegangen. Weil die Impfstoffvergabe vom Kanton geregelt wird, sind den ­Gemeinden jedoch die Hände gebunden. Entsprechend hat auch Zumikon nur auf die offizielle Mitteilung des Kantons verlinkt.

Seit Montag wird im Kanton Zürich gegen Corona geimpft. Da derzeit nur 16 000 Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech zur Verfügung stehen, welche die Impfung von 8000 Personen ermöglichen, werden zunächst nur Personen ab 75 Jahren und Hochrisikopatienten geimpft. Alle für Januar öffentlich verfügbaren Termine waren innert kürzester Zeit ausgebucht.

Warten auf Impfstoff von Moderna

Am Mittwoch hat das Universitätsspital Zürich begonnen, Hochrisikopatienten zu impfen, die dort in Behandlung sind. Mit den Impfungen in den über 350 Alters- und Pflegeheimen soll Mitte Monat ­begonnen werden. Zusammen mit den Bewohnenden wird sich auch das Personal impfen lassen können. Weiter laufen die Vorbereitungen mit den über 40 Spitälern und anderen Gemeinschaftseinrichtungen des Kantons. Wird der in der Handhabung weniger anspruchsvolle Impfstoff von Moderna verfügbar sein, wird das Impfen von Hoch­risikopatienten auch bei ausgewählten Hausarztpraxen möglich. Für die breite Bevölkerung sind im Kanton mehrere Impfzentren vorgesehen, die ihren Betrieb voraussichtlich im April aufnehmen werden.

Anzeige