Wenige Schäden, viel Arbeit

Durch den Schneefall sind im Waldgebiet von Zollikon und Zumikon viele Äste abgebrochen. Förster Arthur Bodmer schätzt den Schaden trotzdem als gering ein.

Viele grosse Äste waren der Schneelast nicht gewachsen und brachen ab. (Bild: bms)

In unseren Wäldern sind in den letzten zwei Wochen vielerorts Äste und Baumspitzen unter der Schneelast abgebrochen. Auch sind vereinzelt ganze Bäume der Schneemenge zum Opfer gefallen. Für Förster Arthur Bodmer ist das allerdings nichts Aussergewöhnliches: «Forstwirtschaftlich gesehen ist dieser Schaden unbedeutend.» Das Ökosystem im Wald halte mehr aus als Bäume, die im Garten oder am Strassenrand stehen. Für Spaziergänger sei es trotzdem nicht ratsam, nach massivem Schneefall in den Wald zu gehen. Auch in nächster Zeit sei noch Vorsicht geboten. «Es kommt vor, dass Äste durch die Schneelast nur angeknickt werden und erst später, etwa durch einen Windstoss, zu Boden fallen.»

Ausserhalb des Waldes sind laut Adnan Imeri, der den Unterhaltsdienst in Zollikon leitet, einige Bäume umgeknickt und Sträucher kaputtgegangen. Er und sein Team hatten die letzten 14 Tage alle Hände voll zu tun. Dazu gehörte zunächst das Salzen der Strassen und Wege, um die Eisglätte zu bekämpfen. Damit die Bevölkerung am Morgen sicher zur Arbeit gehen könne, seien auch Nachteinsätze erforderlich gewesen. Nicht zuletzt mussten die Schneemassen von den Strassen geräumt werden. «Nach so viel Schneefall ist es unsere Hauptaufgabe, Zufahrtswege, Busspuren und Garageneinfahrten zugänglich zu machen», sagt ­Adnan Imeri. Vier Tage lang seien er und sein Team nur damit beschäftigt gewesen, den Schnee abzuführen. Die Äste, die da und dort noch auf den Waldwegen liegen würden, seien dann als nächstes an der Reihe.

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