Wilde Nachbarn

Auf der Plattform pfannenstil.wildenachbarn.ch meldeten Beobachter letztes Jahr in 800 Einträgen 149 verschiedene Tierarten. Darunter auch einige Überraschungen.

Ein hungriges Hermelin in der Region Pfannenstil. (Bild: zvg)

Was für ein Glück. Das Hermelin ist bei uns wieder heimisch. Das bedeutet, seine Lebensbedingungen haben sich enorm verbessert. Hermeline, eine Marderart, fühlen sich wohl in strukturreichen und vernetzten Landschaften. Dieses zweitkleinste heimische Raubtier wurde in der Region siebzehnmal beobachtet. Auch in Zumikon wurde es gesichtet. Neu in Zollikon/Zumikon sind Beobachtungen des Mauswiesels. Es ist der kleine Verwandte des Hermelins. Auch dem Bergmolch gefällt es wieder bei uns. Neuntöter, Glühwürmchen und Grünspechte sind noch immer selten, seien aber mehrfach gesichtet worden. Insgesamt wurden in der Region Pfannenstil ­vergangenes Jahr 149 Tierarten gemeldet, informiert das Naturnetz Pfannenstil, Träger des Projekts. Die Rangliste der zehn meistgemeldeten Arten führen nicht mehr drei Säugetiere an. Nur der Rotfuchs schaffte es erneut in die Top Drei. Der Aufruf, das Augenmerk auf Reptilien wie die Mauereidechse und Amphibien wie den Bergmolch zu legen, wurde ernst genommen. Manche Gartenbesitzer melden allerdings regelmässig die Funde aus ihren ­privaten Biotopen … Vögel waren bisher untervertreten, da Hobby­ornithologen Beobachtungen oft über die spezifische Plattform Orni­tho melden. Neu haben es dennoch fünf Arten zu den am häufigsten gemeldeten geschafft: Mäusebussard und Graureiher wurden auf Spaziergängen vielfach beobachtet und wohl deshalb auch oft rapportiert. Bei Turmfalke, Rotmilan und Mehlschwalbe hingegen könne vermutet werden, dass den Meldern deren ­Naturschutzwert bekannt ist, handle es sich doch bei allen drei Arten um Vertreter seltener Arten.

Wer erfahren will, welche Tiere in der Nacht durch den eigenen Garten schleichen, kann kostenlos eine Fotofalle montieren lassen.

info@naturnetz-pfannenstil.ch

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