Schriftlich

In diesen Zeiten hat es das gesprochene Wort schwer. Durch den Mindestabstand ist es zu leise, durch den Mundschutz vernuschelt. Umso wichtiger wird das geschriebene Wort – und da gibt es die unterschiedlichsten Wege. Boulevardreporterin Flavia Schlittler greift auch mal gerne zu Instagram, wenn zum Beispiel eine royale Message schnell raus muss. Anna Krischan dagegen hat im vergangenen Jahr nicht nur Hühnereier ausgebrütet, sondern auch ein leichtes, lustiges Buch über Viren und Affen geschrieben. Viele Schlagwörter flackerten beim Elternvortrag in Zumikon über den Monitor und wollten den Weg zum digitalen Lernen erhellen. Die katholische Kirche wiederum setzt auf ein leeres Schaufenster, um ihre Nachrichten zu verkünden. Die Aussage «Das gebe ich Ihnen schriftlich» hat in unseren ­Tagen offenbar eine ganz neue Bedeutung bekommen.

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