Zusammenhalt

Wie gross ist der Zusammenhalt unter uns? Seit der Pandemie wurde er vom Staat aufgezwungen. Solidarisch sein, zusammenhalten für die Gesundheit aller – so lautete die ­Parole. Das funktionierte wohl gut. Oder war es nur die eigene Angst, die zum Zusammenhalten anhielt? Ich weiss es nicht. Wo es neben Familie und Freunden einen echten Zusammenhalt gibt, ist in den Vereinen. Dort treffen sich Menschen mit ­gleichen Interessen. Leute, die sich engagieren. Wie der Zolliker Fussballtrainer Sebastian Müller. Dreimal wöchentlich trainiert er eine ­Jugendmannschaft: Die letzten 22 Spiele hat sie gewonnen. Das kittet zusammen. Oder der neue Singlust-Präsident Norbert Wackerle: Er plädiert dafür, mehr zu singen, denn Singen schafft eine Balance fürs Leben und gibt Energie für den Alltag. Oder die 15-jährigen Nachwuchsdarstellerinnen Eloise Clavel und Leni Aufen­acker, die kommende Woche auf der Theaterbühne stehen. Aufgeführt wird das Stück «Die Welle»: Ein Lehrer will seiner Klasse zeigen, wie einfach Menschen zu manipulieren, zu begeistern sind. Er startet ein ­Experiment, indem er eine Diktatur ausruft. Als Leitfigur erlässt er neue Regeln zur Förderung des Zusammenhalts. Man ahnt es, die Auswirkungen sind fatal.

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