Wir sind jetzt!

Kinder schreiben WhatsApps, SMS, Mails. Aber Mädchen und Jungen reden auch miteinander. Sie tratschen, diskutieren, machen Witze – vor allem auf dem Pausenplatz.

Kinder und Jugendliche haben sich viel zu erzählen. (Bild: ab)
Kinder und Jugendliche haben sich viel zu erzählen. (Bild: ab)

Der Zolliker Zumiker Bote wollte wissen, über was da gesprochen wird. Wir haben nicht heimlich gelauscht, sondern Schülerinnen und Schüler der Schulen Rüterwis und Oescher gebeten, aufzuschreiben, was gerade ihr Thema ist. Alle Mädchen und Jungen aus Zollikon, Zollikerberg und Zumikon sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Mails bitte an: redaktion@zobo.ch. Danke.


Spionieren

Ein paar Jungs spionieren andere Kinder in der Pause aus. Doch sie stören auch, vor allem die Mädchen. Aber nicht nur. Sie machen das auch mit Knaben. Das finde ich ­ungerecht, weil es nicht fair für die anderen ist, und das ist nicht cool, wenn sie wegrennen müssen. Gewisse Kinder haben mega Angst vor ihnen.

Maya P.


Reden, reden

Auf dem Pausenplatz Oescher springen wir von Holztrampolin zu Holztrampolin und schupfen einander runter. Es macht richtig Spass. Wir reden auch über die EM. Wir tippen nämlich in der Schule. Ich glaube Frankreich hat Chancen gehabt, die EM zu gewinnen. Sie sind unglaublich schnell. Wir Mädchen singen auch gerne. Manchmal spielen wir Ping Pong. Wir essen auch manchmal nur unsern Znüni und reden über verschiedene ­Sachen. Wir reden manchmal über Streit in der Klasse. Manchmal wird auch über Liebe geredet. Mädchen reden überhaupt die meiste Zeit in der Pause.

Emilia S.


Beobachtungen

In der Pause rede ich manchmal mit einem Freund über ein Spiel, das heisst «Farmer Simulator 16»; es ist ein mega cooles Spiel. Oder wir reden über ein Autospiel, aber leider habe ich vergessen, wie dieses Spiel heisst. Oder ich spiele ein Spiel, das Gespensterforschen heisst. Aber mein Freund hat das Spiel Gespensterforschen so gern, dass er abergläubisch wird und tanzende Skelette aus den «Drei??? Kids» als gesehene Exemplare bezeichnet. Das geht mir sehr auf den Sack. Und dann beobachten wir manchmal einen Freund, der in ein Mädchen verliebt ist, aber das nicht zugeben will. Aber wenn wir ihn fragen, will er es nicht zugeben, weil es ihm zu peinlich ist. Aber das Mädchen hat den Jungen, der in sie verliebt ist, überhaupt nicht gern! Oder wir reden über die Fussballspiele und laufen auf dem ­Oescherplatz herum.

Max L.


Sporttag

Sporttag ist sowas wie ein Postenlauf. Für die Klasse gibt es einen Plan mit allen Posten und um wieviel Uhr man da sein soll. Meine Klasse hatte als allererstes Parcourslauf. Um 8 Uhr morgens! Ich war richtig müde! Nach dem Lauf sind wir zu einem Posten, der Tore schiessen heisst. Ihr denkt euch bestimmt, ist doch richtig einfach. Ne, ist es nicht! Das Tor wurde von ­einer Plane bedeckt, die Löcher hat. In die Löcher musst du vom 11- Meter-Punkt aus treffen. Das ist gar nicht so einfach. Es gibt in beiden Lattenkreuzen je ein Loch und unten in beiden Ecken ein Loch. Wenn man ein Loch unten trifft, bekommt deine Klasse zehn Punkte. Wenn du ein Loch oben triffst, bekommt deine Klasse 20 Punkte. Ich kann mich nicht so gut erinnern, aber ich glaube, als nächstes hatten wir Klassenstafette. Da rennt man so schnell man kann mit einem Stab in der Hand. Wenn man auf der anderen Seite angekommen ist, übergibt man den Stab dem nächsten Kind. In meiner Klasse hat es 23 Kinder. Und bei der Klassenstafette muss jedes Kind einmal rennen. Wir brauchten zwei Minuten 38 Sekunden, bis alle Kinder gerannt sind. Nicht schlecht, oder? Danach gingen wir zur Wurfbude. Da musste man Bälle in Kästen reinwerfen. Als erstes darf man normal werfen, dann mit Boden auf, und als letztes musste man rückwärts den Ball in eine Kiste werfen. Danach hatten wir Klassenhupf und den Klassenbiathlon. Als das vorbei war, gingen wir zum Weitsprung. Ich bin 3, 78 Meter gesprungen. Weitwurf hatten wir auch noch; ich habe 30 Meter weit geworfen. Und als letztes hatten wir Sprint. Ich musste gegen meinen Freund rennen. Er ist nicht so schnell. Aber ich habe ihn gewinnen lassen.

Jelissej. B


Pokémon versus Panini

In der Pause tauschen wir endlich wieder «Pokémon»-Karten aus. Ich finde das viel besser als die «Paninis», die in der Regenhalle getauscht werden. Ich habe aber auch gemerkt, dass nur im Oescher A «Pokémons» getauscht werden. Im Oescher B tauscht man immer noch «Panini»-Bilder. Aber ich bin sicher, da werden bald wieder Pokémons getauscht. Dann habe ich auch gemerkt, dass die GX gar nicht mehr so viel wert sind, wie sie früher einmal waren. Das habe ich herausgefunden, weil jeder mehr GX als normale Pokémons hat. Und man verschenkt sie auch einfach so. Und das Schlimmste ist, das Gleiche passiert auch mit den Vaumax.

Jelissej B.


Fussball Europameisterschaft

Die EM ist ein grosses Fussballturnier, an dem alle Nationalmannschaften von Europa teilnehmen. Aus dem Achtelfinal kommen acht Mannschaften ins Viertelfinal, aus dem Viertelfinal vier Mannschaften ins Halbfinal und aus dem Halbfinal zwei Mannschaften ins Finale. Im Finale sind die zwei besten Mannschaften von Europa. Wer da gewinnt, ist Europameister! Es sitzt zurzeit fast jeder Junge oder Vater vor dem Fernseher und schaut die EM. In meiner Klasse hört man fast jedes Kind über die EM reden. Jeden Tag sind zwei oder drei Spiele. Die meisten Leute aus meiner Klasse sagten, dass Frankreich Europameister wird. Ich dachte das auch.

Leo G.


Corona Impfung: Ja oder Nein?

Diese Diskussion ist seit der Zulassung der Impfung (meist bei Erwachsenen) ein grosses Gesprächsthema in der 6. Klasse. Mittlerweile auch unter uns Kindern, und von einem Jungen aus unserer Klasse weiss ich, dass er schon einen Impftermin hat. Ich möchte mich erst in ungefähr zwei bis drei Jahren impfen lassen; jetzt sehe ich noch keinen Nutzen. Es gibt viele Leute, die sich aus verschiedenen Gründen nicht impfen wollen, was man auch respektieren muss. Meine Meinung ist, dass man eine andere Meinung respektieren sollte; dies bedeutet noch lange nicht, dass man diese Meinung vertreten muss. So soll doch jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn das Richtige ist. Impfgegner müssen dann halt weiterhin mit vielen Coronamassnahmen leben. Impfen oder nicht, dies soll jeder selbst entscheiden und dies muss auch toleriert werden.

Gina A.

Anzeige
Vorheriger ArtikelEPI Stiftung präsentiert ein neues Kochbuch
Nächster ArtikelGrillfest der FDP