Ganz natürlich

Vergangenes Jahr haben wir die Natur für uns entdeckt. Wir waren spazieren, bis die Sohlen löchrig waren. Wir rannten durch den Wald und über Wiesen bis die Füsse qualmten, traten in die Pedale, bis das Reifenprofil weg war. Mit dem gut gefüllten Picknickkorb sind wir auf den Berg und zum See gezogen. Wir haben uns gegen­seitig versichert, wie gut uns frische Luft und Bewegung in der Natur tun. Mit der Stirnlampe machen wir mittlerweile joggend die Nacht zum Tag und bräteln am Waldrand, bis auch der letzte verkohlte Cervelat vertilgt ist.

Jetzt hat die Natur genug von uns und schlägt zurück. Füchse werden vermehrt in den Strassen und in Gärten gesichtet. Wird es ihnen zu langweilig, hüpfen sie auch gerne mal auf einem Trampolin herum. Kommt der kleine Hunger, stürzen sie sich freudig auf unsere Müll-Hinterlassenschaften und auf unsere neuen Haustiere, die Hühner. Vielleicht hätten wir «Bleiben Sie zu Hause – Bitte. Alle.» ein bisschen ernster nehmen sollen.

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