Das Virus folgt anderen Maximen

Es gibt Glühwein, Kitsch und Kunsthandwerk für Spontankäufe, die glücklich machen. In der beschwingten Stimmung am Zolliker Weihnachtsmarkt werden auch «Jungunternehmer» des Wirtschaftsgymnasiums Hottingen ihre Produkte anbieten.

Für schlechte Stimmung sorgen steigende Coronazahlen an Schulen. Mehr als 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Zollikon und Zumikon nehmen an repetitiven Pooltests teil. Lange war die Welt in Ordnung. Damit ist Schluss. In mehreren Klassen gibt es positive Testresultate. Welche Massnahme ist Pflicht? Was ist empfohlen? Wie reagieren Bund und Kanton? Mittendrin unsere Kinder: «Mami muss ich daheim eine Maske tragen?», fragt der Sohn einer Redaktionskollegin. Viel Unsicherheit macht sich breit. Die Pandemie und demokratische Grundsätze vertragen sich wie Feuer und Wasser. Menschen entfalten sich selbst­bestimmt in ihrer überschaubaren Lebenswelt. Fehlen jedoch Möglichkeiten für Problemlösungen, muss der Staat einspringen. Diese staatliche Hilfe beschützt uns auch vor übertriebenem Individualismus, der keine soziale Pflicht anerkennt. Fakt ist, dass Corona anderen Maximen folgt – diesen Winter hat das Virus Kinder und Jugendliche im Visier.

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