Das Stellenkarussell dreht sich weiter

Neues Jahr bringt neue Chancen und Perspektiven. Die Gemeinde Zollikon hat acht Stellen im Angebot. Was sind das für Jobs? Der Zolliker Zumiker Bote hat nachgefragt.

Die Gemeinde Zollikon als Arbeitgeberin bietet aktuell acht «Jobs mit Wirkung» an. (Bild: ab)

Aktuell sind in der Gemeinde Zollikon acht Stellen ausgeschrieben. Letztes Jahr haben sich fast alle Gemeinden des Kantons Zürich an einer Kampagne beteiligt: 1463 auffällige Plakate hingen an unterschiedlichsten Standorten, die im Internet noch von Kurzvideos begleitet wurden. Das Ziel der Kampagne war, die Gemeinden als dynamische Unternehmen zu präsentieren und den Arbeitsmarkt zu beleben, da ihnen Fachkräfte fehlten. Hat etwa die Kampagne das Ziel in Zollikon verfehlt?

Unter den Angeboten sind zwei Stellen für die Co-Schulleitung im Zollikerberg ausgeschrieben. Der ausgetrocknete Arbeitsmarkt gilt jedoch nicht unbedingt für Schulleitende. Zudem verstehen sich diese auch nicht in erster Linie als Teil der Gemeindeverwaltung, ihre Anstellung ist kantonal geregelt. Das kann Urs Rechsteiner, Leiter Bildung in Zollikon bestätigen: «In der Primarschule Rüterwis wird Martin Ebling am 31. März seinen letzten Arbeitstag haben und in seine wohlverdiente Pension gehen. Das habe ich am 8. November den ­Eltern mitgeteilt.» Die zweite Meldung musste er am 10. Dezember machen. Die Co-Leiterin Franziska Langegger hatte gekündigt. «Beide haben jedoch die Halbwertszeit in der Schulleitung erfüllt», betont Urs Rechsteiner. Der Statistik ist zu entnehmen, dass Schulleitende kaum länger als zwei Jahre eine Stelle besetzen und danach weiterziehen. Die Kündigungsfrist beträgt vier Monate und gilt ganzjährig, Lehrpersonen hingegen können nur einmal pro Jahr per 31. März auf Ende Juli kündigen. Urs Rechsteiner hat für die neue Co-Leitung schon Bewerbungen auf dem Tisch: «Ich werde die Eltern voraussichtlich vor Ende März informieren können, wie es weiter geht.»

Um Pensionierung geht es teilweise auch bei der Stellenausschreibung für das Wohn- und Pflegezentrum Blumenrain in Zollikon. «Es gibt keinen dringenden Bedarf. Unsere Ausschreibung ist vorausschauend», sagt Heimleiter Nebojsa Racic. «Im Juli wird es Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger beim Pflegepersonal geben, mit ihnen planen wir eine gemeinsame Zukunft.» Zudem sind momentan nur 80 Prozent der 107 Betten des Zentrums belegt. «Corona geht nicht an uns vorbei. Unser Personal ist zu 95 Prozent geimpft oder genesen. Wir testen alle regelmässig», erklärt Nebojsa Racic. «Unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind mit wenigen Ausnahmen geboostert. Die Übertragung des Omikron-Virus geht zwar schneller, aber wir können koordinierter reagieren – das gibt uns eine gewisse Ruhe und Sicherheit.» Mit den Erklärungen des Heimleiters ist es offensichtlich, dass die Gemeinde die Pflege vorbildlich plant und Zollikerinnen und Zolliker eine Gewissheit bietet, dass sie auch im Alter gut aufgehoben sind. Die letztjährige Kampagne hat insofern Früchte getragen, dass in der Bevölkerung ein gewisses Bewusstsein erwacht ist: In der Gemeinde Zollikon gibt es «Jobs mit Wirkung» – so hiess auch die kantonale Kampagne von 2021.

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