Es begann mit einem Selfie zum Geburtstag

Yvonne Peter: von der begeisterten Tatort-Zuschauerin zur Komparsin in Zürich-West.

Yvonne Peter konnte bereits zusammen mit der Tatort-Kommissarin drehen. (Bild: zvg)
Yvonne Peter konnte bereits zusammen mit der Tatort-Kommissarin drehen. (Bild: zvg)

Dass Yvonne Peter ein Faible für Musik hat, ist bekannt. Nun hat die Zumikerin auch ihre Liebe zum Film entdeckt. So holte die Co-Präsidentin des Zumiker Kulturkreises im vergangenen Jahr nicht nur Philippe Weibel («The Art of Love») zum Gespräch. Im März kann sie Tatort-Kommissarin Anna Pieri auf der Bühne begrüssen. Mit ihr stand sie schon gemeinsam vor der Kamera. Im Interview schildert sie, wie die Begeisterung für die Leinwand begonnen hat.

Woher stammt Ihre Affinität für Film und Fernsehen?

Mein Mann und ich gucken eigentlich schon immer jeden Sonntagabend den Tatort. Vor rund zwei Jahren begann ich zu recherchieren. Welcher Tatort hat die besten Quoten? Wer sind die beliebtesten Teams?

Und dann haben Sie sich einfach als Komparsin beworben?

Nein. Eine Freundin aus München erzählte mir, sie habe einen Aufruf gelesen, dass sich Komparsen bewerben sollen. Ich habe das zunächst zur Seite geschoben, fragte mich aber nach zwei Tagen: ­Warum eigentlich nicht – und bekam die Zusage.

In welcher Folge werden Sie an der Seite von Anna Pieri zu sehen sein?

In der vierten Folge im Herbst 2022 – die dritte Folge wird übrigens am 13. März ausgestrahlt. Ich spiele eine Aktionärin an einer Aktionärsversammlung. Einen ganzen Tag durfte ich in Zürich-West mit Anna Pieri drehen. Ein anderer Komparse schlug dann vor, von uns beiden ein Foto zu machen. Sie hat sich spontan umgedreht und war zur Stelle. Das war ohnehin ein spezieller Tag, denn Anna Pieri hatte Geburtstag. Ich habe ihr später das Foto zugeschickt und gefragt, ob sie nach Zumikon kommen wolle. Sie hat sofort zugesagt.

Wurden Sie denn für Ihre Rolle auch schick eingekleidet?

Nein. Die Kostüme muss man selbst mitbringen. Ich spiele auch in der sechsten Folge: als elegante Dame auf einer Gala. Gedreht wurde in einem Zürcher Luxushotel. Dafür habe ich ausreichend schöne Kleider – und für die Rolle der Aktionärin hatte ich einen grossen Fundus aus meiner Zeit im Private Banking.

Mit Marco Caduff haben Sie für den Anlass in Zumikon einen prominenten Moderator engagiert.

Stimmt. Ich wusste vorher gar nicht, dass er auch die Ansagen in der Forchbahn macht. Ich vermittelte ihm den Kontakt zu Anna Pieri und bin sicher, dass er spannende Fragen stellen wird. Im Nachhinein wird das Gespräch auch fürs Publikum geöffnet.

Im Publikum wird noch ein anderer Filmfreund sitzen …

Pierre Monnard. Der Regisseur des Kinohits «Platzspitzbaby», unter anderem. Ich lernte ihn während des Zurich Filmfestivals kennen und fragte spontan, ob er nicht auch kommen möchte. Ich könnte mir gut vorstellen, ihn auch mal für ein eigenes Gespräch einzuladen.

Sie sind eine treue Tatort-Zuschauerin. Welches Team finden Sie am besten?

Eindeutig den Münster-Tatort mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl als Börne und Thiel. Aber auch die Folgen aus Berlin oder Köln schaue ich gern. Und als Zürcherin schlägt mein Herz natürlich für den Zürich Tatort.

Jugendliche unter 18 Jahren zahlen keinen Eintritt für diesen Anlass. Wollen Sie die Jugend für Kultur erwärmen?

Ich glaube nicht, dass viele Jugendliche Tatort schauen. Aber wenn sie sich dafür interessieren, soll es nicht am Eintrittspreis scheitern.

Dienstag, 1. März, 19.30 Uhr, Kirchgemeindesaal. Eintritt für Nichtmitglieder: 25 Franken, für Jugendliche unter 18 Jahren gratis. Abendkasse ab 19 Uhr. Es gelten die dann gültigen Covid-Massnahmen.

Mit Yvonne Peter sprach Birgit Müller-Schlieper

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