Von der zweiten in die dritte Dimension

Mit der Ausstellung «Rauch und Feuer» zeigt Maja Thommen den Schritt von der Zeichnung zur Plastik.

Heiss zu und her geht es im März in der Milchhütte, wenn Maja Thommen ihre Kunstwerke zum Thema «Rauch und Feuer» zeigt. (Bild: zvg)
Heiss zu und her geht es im März in der Milchhütte, wenn Maja Thommen ihre Kunstwerke zum Thema «Rauch und Feuer» zeigt. (Bild: zvg)

Das neue Kunstjahr eröffnet die Zumiker Galerie Milchhütte mit der Zürcher Bildhauerin Maja Thommen. Sie hat 1995 ihr Studium im italienischen Carrara beendet und war in den vergangenen zehn Jahren immer wieder für Arbeitsaufenthalte in der Toscana. Die aktuelle Schau zeigt im Besonderen den Werdegang von einer ersten Zeichnung bis zur fertigen Skulptur. Ihre Liebe zu Plastiken entdeckte sie nach Lehrjahren in der Malerei und später mit Experimenten in figürlicher Darstellung. Neben den Gusstechniken in Bronze stehen Arbeiten in Terrakotta und Keramik.

Die Papierarbeiten treten in unterschiedlicher Weise in eine Wechselwirkung mit den dreidimensionalen Werken aus Porzellan, Bronze, Aluminium und Acrylharz. Der ­Titel «Rauch und Feuer» weist auf den Prozess hin. Zeichnungen tauchen auf Oberflächen auf, und – wie die verschiedenen Aggregatzustände des Wassers – pendelt auch das Feuer zwischen klarer Flamme und luftiger Unklarheit. Ein Stein kann festen Halt bieten, aber auch Belastung sein. Chaos und Ordnung, Persönliches und Universelles vermischen sich.

Maja Thommen giesst ihre Werke in kleinen Auflagen oder als Unikate. «Ich war schon immer interessiert, was in den Menschen abläuft, was sich zwischen ihnen bewegt: an den psychischen und sozialen Prozessen, die eigentlich unsichtbar sind.»

4. März bis 20. März 2022. Eröffnung: Freitag, 4. März 2022 von 17 bis 19 Uhr, mit einer Einführung der Künstlerin. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag, 17 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag, 14 bis 17 Uhr.

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