«Informiert beten – betend handeln»

Der Weltgebetstag, seit 120 Jahren global am ersten Freitag im März gefeiert, ist dieses Jahr von England, Wales und Nordirland inspiriert. Er findet auch in Zumikon statt.

Alle drei Länder bieten eindrucksvolle Küstenlandschaften. (Bild: zvg)
Alle drei Länder bieten eindrucksvolle Küstenlandschaften. (Bild: zvg)

England, Wales und Nordirland haben zwar verschiedene Sprachen, Kulturen und Regierungen, aber auch viel Gemeinsames. Ihre je eigene Geschichte ist mit derjenigen der anderen mal friedlich, mal kriegerisch verknüpft. Alle drei Länder prunken mit eindrucks­vollen Küstenlandschaften und einer Vielfalt an Naturschönheiten; die Bevölkerung ist multiethnisch, multikulturell und multireligiös. Dies hat zum einen mit der Kolonialgeschichte des britischen Königreichs zu tun, zum andern mit der Einwanderung und der Aufnahme von Flüchtlingen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Verfasserinnen der Liturgie 2022 freuen sich über die kulturelle Vielfalt, bringen aber auch die Probleme sozialer Unterschiede und die Ausgrenzung von Menschen zur Sprache. Über der diesjährigen Feier steht die göttliche Verheissung «Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben» aus dem biblischen Brief des Propheten Jeremia an seine Landsleute, die von Jerusalem nach Babylon deportiert worden sind. Wie fühlt es sich an, fern der Heimat im Exil zu sein, ohne Aussicht auf eine baldige Rückkehr?

Die Autorinnen vergleichen diese geschichtliche mit der aktuellen ­Situation von Frauen, die sich aufgrund verschiedener Schicksale im eigenen Land von der Gesellschaft ausgeschlossen fühlen. Mit der Weltgebetstagskollekte werden, ­gemäss dem Motto «informiert beten – betend handeln», Projekte ­unterstützt, die es Frauen ermöglichen, ihre Zukunft selbständiger zu gestalten. Im Anschluss an die Zumiker Feier sind alle herzlich zu einem Irish Stew im Gemeinschaftszentrum eingeladen.

Freitag, 4. März, 18.30 Uhr, Bruder Klaus Kapelle Zumikon, anschliessend Nachtessen.

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