Parteilose stellen sich zur Wahl

Bei der Behördenwahl kommt es zu Kampfabstimmungen.

Drei weitere Kandidaten – eine Frau und zwei Männer – haben ihren Hut in den Ring für die anstehenden Behördenwahlen geworfen. Alle drei gehören keiner Partei an, sondern engagieren sich individuell. Veronika Mensching und Marcus Kohout kandidieren für die Sozialbehörde, Beat Leeger möchte in der Baubehörde aktiv werden.

Der Zolliker Zumiker Bote stellt die drei neuen Gesichter mit einem Kurzportrait und ihren Anliegen für ein zukünftiges Zollikon vor.

Veronika Mensching


Veronika Mensching, geboren 1965, kandidiert für die Sozialbehörde. Seit 2002 wohnt sie in Zollikon, in dem Haus, das ihre Urgrossmutter 1933 gekauft hat. Nach ihrer Gärtnerinnenlehre studierte sie Sozialarbeit und liess sich ausserdem zur hauswirtschaftlichen Betriebsleiterin ausbilden. Seit 1990 ist Veronika Mensching in der Sozialarbeit tätig, aktuell in der katholischen Kirche Volketswil. Und sie interessiert sich für die genüsslichen Seiten des Lebens. So bildete sie sich zur Genuss-Sommelière aus und machte mit ihrer Firma „geschmacksKultur“ ihre Leidenschaft zum Beruf.

Für sie ist klar: «Behördenarbeit ist die Keimzelle der Demokratie.» Was ihr an Zollikon besonders gefällt? Die Lage an der Schnittstelle von Stadt und Land. Das findet sie sehr attraktiv.

Marcus Kohout


Marcus Kohout, geboren 1978, kandidiert für die Sozialbehörde der Gemeinde, in der er seit 2016 lebt.
Beruflich ist er in den Bücherregalen der Zentralbibliothek Zürich zu Hause. Als Bibliothekar verwaltet er nebst den Büchermassen auch die Datenfluten, die ihn dazu bewegt haben, die wissenschaftliche Ausbildung zum Data Scientist zu absolvieren.
Privat ist er vor allem mit seinen zwei Buben (7 und 9) und seiner Tochter (4) unterwegs. Gemeinsam treiben sie viel Sport; kürzlich erst hat er seinen Kindern das Skifahren beigebracht.
«Zollikon ist eine wunderbare Gemeinde. Hier gibt es gute Bildungseinrichtungen für Kinder, ausserdem ein schönes Kultur- und Freizeitangebot. Und das alles so nah an Zürich.»
Seinem Faible für Soziales geht er schon in der Personalhilfsfonds-Kommission der Zentralbibliothek nach. Hier kümmert er sich um die Anliegen von Kollegen, die in finanzielle Not geraten sind. «Im Mittelpunkt steht der Mensch», sagt Marcus Kohout, auch oder gerade mit Blick auf die Arbeit, die ihn bei der Gemeinde erwarten würde. Der Einsatz fürs Allgemeinwohl steht für ihn an erster Stelle.

Beat Leeger


Beat Leeger, geb. 1955, in Wollishofen aufgewachsen, lebt seit 20 Jahren in Zollikon und kandidiert parteilos für die Baubehörde. Er ist dipl. Architekt FH, verfügt über einen Master in Bauökonomie und ein CAS in Mediation. Bis 2002 arbeitete er selbständiger Architekt in Zürich. Nach seiner Selbständigkeit nahm er bei SBB Immobilien eine Anstellung als Projektleiter an und bis zu seiner Pensionierung eine gleiche Funktion in der Immobilienabteilung der ETH Zürich. Ein wichtiges Anliegen von Beat Leeger als Mitglied der Baubehörde wäre, bei Bauvorhaben möglichst früh in der Planungsphase mit der Bauherrschaft in Kontakt zu kommen, um Planungsleerläufe zu vermeiden. Er würde sich für eine zeitnahe Bearbeitung von Anfragen an die Baubehörde einsetzen. An Zollikon schätzt er die gute Seeluft, die vorbildliche Anbindung an den ÖV und die Stadtnähe. «Die Einkaufsmöglichkeiten in Zollikon sind hervorragend, man findet hier eigentlich fast alles. Und für nicht alltägliches ist man rasch in der Stadt.» Als ambitionierter Amateursänger musiziert er heute in verschiedenen klassischen Gesangsensembles.

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