Der Krieg rückt näher

«Sie hatte grosse Angst», sagt Emilia der Redaktorin Antje Brechlin. «Wir facetimten an diesem Tag.» Die 16-Jährige aus Zollikon erzählt von ihrer Grossmutter, die in einer belagerten Stadt in der Ostukraine lebt. In der Ukraine herrscht ein Krieg, von dem nicht nur staatliche Medien in der Tagesschau berichten. Durch Social Media erleben wir den Schrecken der Menschen in brutalster Echtzeit. Keine journalistisch aufbereiteten Berichte, sondern verwackelte Videos der Handy­kameras von Betroffenen über sinnlose Zerstörung, enormes Leid und Gräueltaten. Mit dieser digitalen Nähe nimmt der Krieg eine neue. Dimension an, die uns in unserem wohlbehüteten Alltag besonders empfindlich trifft – Ängste und viele Fragen auslöst. Zumal auch Fake-Videos in den Social Media kursieren und teilweise auch kontrovers diskutiert werden. Als Soforthilfe für die Menschen in der Ukraine hat neben anderen ­Gemeinden im Kanton Zürich auch Zollikon der Hilfsorganisation Caritas 50’000 Franken gespendet

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