Ölspur vom Dorf in den Berg

Später Donnerstagnachmittag. Die Leute machen letzte Besorgungen. Fahren nach Hause. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für einen Feuerwehreinsatz auf den verkehrsreichsten Strassen der Gemeinde. Ein Sattelschlepper hat eine lange Ölspur hinterlassen – zur Beseitigung musste eine Tonne Ölbinder aufgebracht werden.

Selten sind Vorfälle wie diese nicht. Im Schnitt kommen sie alle zwei Wochen vor. (Bild: cef)

Die Ölspur zog sich von Küsnacht durch Zollikon Dorf bis in den Zollikerberg. Der verantwortliche Sattelschlepper bemerkte das Problem erst auf Höhe der Rebwiesstrasse. Die Ursache ist unklar, im Vordergrund steht ein technischer Defekt, meint Feuerwehrkommandant John Elben. Mitten in der Stosszeit kein leichter Einsatz, zumal die Spur über die verkehrskritischen Stellen in der Gemeinde verlief. Einerseits musste die Feuerwehr den Verkehr regeln, andererseits den Schaden beseitigen – beziehungsweise weiteren Schaden verhindern. Eine Ölspur mag auf den ersten Blick klein erscheinen, ist jedoch äusserst rutschig und gerade für Velos und Motorräder, aber auch für die Umwelt gefährlich. «Für diese Sicherheit müssen wir sorgen», betont John Elben. Mithilfe eines mineralischen Bindemittels konnte die Feuerwehr das Öl binden und fachgerecht entsorgen. Auch für die Umwelt keine ungefährliche Situation. Doch dank dem raschen Einsatz der Feuerwehrleute konnte eine Verschmutzung von Gewässern und Grundwasser vermieden werden.

Für die Feuerwehr Zollikon war dies der zweite Einsatz des Tages. Bereits am Morgen hatte ein Sattelschlepper eine Ölspur von rund 400 Metern – zwischen Waldburg und Spital Zollikerberg – hinterlassen. «Zweimal Sattelschlepper, zweimal technischer Defekt, zweimal eine grössere Ölspur», fasst John Elben einen ereignisreichen Tag zusammen. Morgens waren zehn Feuerwehrleute im Einsatz, am späten Nachmittag 20. Und ganz vorbei war der Tag für sie nicht: Abends hatten sie noch eine Übung.

 

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