Trotz allem: Ostern!

Das Wahlkarussell dreht weiter. Diese Woche für Zollikon. In der Ukraine wütet der Krieg. In den ­Medien jagt ein Skandal den nächsten. Ist Ihnen schon etwas schwindlig zumute?

Ich kralle mich in meinen Sessel, dass die Knöchel weiss hervortreten. Und endlich: wie das Licht am Ende des Wahnsinns. Wie ein Mahnmal an bessere Zeiten. Da ist sie: Ostern. Tage der Besinnung, der Ruhe, des Glaubens. Ostern: das Fest der Erneuerung. Oder, seien wir ehrlich: freie Tage. Ein Abstecher ins Tessin. Der lang ersehnte Besuch bei einer Freundin. Ich bin mehr als bereit, dem alltäglichen Zirkus für ein paar Tage zu entkommen. Nein, nicht ins Zolliker Ferienheim Sanaspans; dieses soll endlich verkauft werden. Nun, wenn nicht physisch entkommen, so wenigstens online. Wussten Sie, dass Sie in Online-­Rollenspielen wie World of Warcraft kunterbunt bepinselte Ostereier in der Grösse von Dinosauriereiern ­suchen können? Da wird aus einer Frau in ihren Dreissigern ein Kind. Und aus einem gestandenen Anwalt ein kleiner Junge, der empört auf die Tastatur schlägt, wenn ihm das dreissigjährige Mädchen das Osterei unter der Nase wegschnappt. Ich kann es kaum erwarten.

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