Hallen- und Freibad Fohrbach: Auf dem Weg zur Sanierung

Voraussichtlich im November stimmen Zollikons Stimmberechtigte über den Baukredit für die Sanierung des Schwimmbads Fohrbach ab. Wo steht das Projekt?

Das Fohrbach soll bald in neuem Glanz erstrahlen. (Bild: zvg)

Im Juli 2020 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Projektierungskredit von 1,5 Millionen Franken für die Sanierung des Hallen- und Freibads Fohrbach. Für die Erarbeitung der Ausschreibungsunterlagen und Verfahrensbegleitung bewilligte der Gemeinderat kurz darauf einen Kredit von 60 000 Franken, im Oktober 2021 zudem einen Zusatzkredit von 195 000 Franken für die Durchführung eines Planerwahlverfahrens und eine externe Bauherrenvertretung. Alle Planerleistungen (Architektur, Bauingenieurwesen, Bauphysik, Baumanagement) wurden in einem zweistufigen Verfahren ausgeschrieben. Die Bedürfnisse der Bauherrschaft wurden klar formuliert und in die zwei Teilprojekte (1:1-Sanierung sowie Variante «Optima» mit Gastroneubau und Photovoltaikanlage) aufgeteilt.

Für die Führung des Projekts setzte der Gemeinderat eine Objektbaukommission ein, der unter der Leitung von Gemeinderat André Müller Gemeindepräsident Sascha Ullmann, Gemeinderat Martin Hirs sowie Vertreter der Verwaltung angehören.

Gastroneubau und Photovoltaik

Das erarbeitete Konzept überzeugt laut Gemeindemedienmitteilung vor allem bei der Sanierung der Gebäudehülle und dem in der Variante «Optima» geplanten Gastroneubau in Leichtbauweise auf dem Dach der Freibadgarderoben. So soll mit der Sanierung der bestehenden Gebäudehülle, einer optimierten haustechnischen Lösung von Wärmeerzeugung, Lüftungsanlagen und Badewassertechnik sowie der geplanten Photovoltaikanlage auf den Dachflächen der Gesamtenergiebedarf deutlich gesenkt werden. Durch den Gastroneubau würden auch die einzelnen Bereiche des Bades besser miteinander verbunden. Der Zugang zum Restaurant sowie die Anlieferung erfolge dann von der Strasse über eine Passerelle. Auf der gegenüberliegenden Seite verbinde die bestehende Aussentreppe den Gastrobereich mit dem Freibad; vom Hallenbad ist das Restaurant über eine Treppe oder mit dem Lift erreichbar. Ebenerdig führe ein Ausgang direkt ins Freie. Zudem könne der heutige Freibadkiosk abgebrochen werden. Der neue Gastrobereich sei dann nicht nur für Badegäste zugänglich, sondern kann auch von externen Gästen besucht werden. Die neue Fassade der Schwimmhalle würde auf den bestehenden Tragwerksraster abgestimmt. Die Fassade des Gastroneubaus werde ähnlich gestaltet – und  das Dach der Schwimmhalle für den Neubau weitergeführt.

Aktueller Stand

Mit einem Zwischenbericht im März 2022 hat die Objektbaukommission das Projekt auf die Kostenvorgaben überprüft. Die geplanten Kosten von 32,4 Millionen Franken für das Projekt 1:1 und Zusatzkosten von 3,5 Millionen für das Projekt Optima inklusive Photovoltaikanlage könnten mit Kostenungenauigkeit von plus/minus 25 Prozent gemäss aktuellem Stand eingehalten werden. Der Abschluss des Vorprojektes ist auf Ende Juni vorgesehen. Um das Vorprojekt abschliessen zu können und die Zolliker Stimmberechtigten im November an der Urne über die Baukreditvorlage entscheiden zu lassen, brauche es eine Kostengenauigkeit von plus/minus 15 Prozent. (zzb)

Anzeige