Start frei für den Wetterballon

Schüler und Schülerinnen aus Zumikon wollen erkunden, wie die Welt von oben aussieht.

Im besten Fall steigt der ­Wetterballon bei Windstille in den blauen Himmel. (Bild: zvg)

Seit geraumer Zeit pflegt die Juchschule in Zumikon eine Förderung für Begabte. Nebst fördernden Stunden in den Klassen findet jedes Semester ein Begabtenförderkurs statt. Kinder, die besonders wissensdurstig sind, können sich in Absprache mit ihren Klassenlehrpersonen bewerben. In den vergangenen Monaten ging es um Themen wie das alte Ägypten oder Leonardo da Vinci. Nun hat die Schule mit dem Kurs etwas ganz Besonderes vor: Im Mai wird ein Wetterballon in die Stratosphäre geschickt.

«Unten an dem mit Helium gefüllten Ballon ist nicht nur ein Fallschirm, damit er wieder sanft landen kann. Es gibt auch eine kleine Box, die Sonde, ausgestattet mit Kameras, Experimentierplattform und GPS-Tracker», erklärt Nicole Gmür, Lehrerin für Begabungsförderung. Mit der Box werden Bilder von der Erde empfangen. Es sind noch weitere Experimente geplant. So soll überprüft werden, wie sich die Temperatur bis etwa 40 Kilometern Höhe verhält. Oder wie sich der Luftdruck verändert und mit welchen Folgen. Auf diese Weise ist Physik natürlich viel spannender als im Klassenzimmer. Insgesamt beteiligen sich 16 Kinder aus der Unter- und Mittelstufe an diesem Projekt.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das ganze Schulhaus vom Schulwart bis zur Schulleitung wirkt bei dieser grossen Mission freudig mit. Geplant ist, den Wetterballon am 12. Mai vom Pausenhof starten zu lassen. «Aber das Projekt ist extrem wetter- und windabhängig», erklärt Nicole Gmür. Bläst der Wind zu stark nach Süden, würde der Ballon im Gebirge landen und könnte nur schwer wieder geborgen werden. «Ob unsere Sonde wirklich am 12. Mai in die Luft steigen kann, zeigt sich erst ganz kurzfristig», dämpft die Kursleiterin zu hohe Erwartungen an diesen Tag. Wenn nötig, braucht es etwas Geduld, bis die Bedingungen stimmen.

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