Schulmorgen mit Spass und Spannung

Von der Juch-Schule aus, startete ein Wetterballon in die Stratosphäre. Landung am Bodensee geplant

So macht Schule richtig Spass: Am Donnerstag startete pünktlich um 9.30 Uhr ein Wetterballon an der Juch-Schule in Zumikon. Statt Mathe oder Deutsch hiess es für die Schüler und Schülerinnen der Primarschule Daumen drücken für einen guten Flug. Eine Forschergruppe unter Leitung von Nicole Gmür, Sinan Guggenbühl und Philipp Apafi hatte diesen Stratosphärenflug lange vorbereitet. An dem überdimensionalen Ballon hing eine Sonde mit verschiedenen Experimenten. Befestigt war unter anderem eine Rose, weil die Nachwuchs-Wissenschaftler wissen wollen, was durch die kühle Temperatur mit ihr passiert. In der Stratosphäre kann es bis zu minus 80 Grad kalt werden. Ebenso an Bord: Sonnenblumensamen, Rotkohlsaft, Cola und Öl. Wachsen aus den Samen noch Blumen? Was passiert mit Kohlensäure? Verändert sich die Farbe? Die Auswertung der gesammelten Daten wird viele Antworten geben.

Via Internet konnte genau der Flug des Ballons verfolgt werden. Geplant war, dass dieser Richtung Bodensee führt, wo die Sonde dann auch landen sollte. Dass man nicht alles genau berechnen kann, hatte ein Probeflug gezeigt. Eigentlich hätte dieser in Olten enden sollen, wo Schulleiter Philipp Apafi sie einsammeln wollte. Doch der Ballon wählte eine komplett andere Richtung und landete irgendwann in Süd-Kroatien, wo ein Fischer sie fand und netterweise wieder in die Schweiz schickte. (bms)

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