Ab in den Urwald

Beim grossen Kinderfest ­bleiben die Mädchen und Buben wieder unter sich. Eltern­programm im Café Fischvogel.

Wie schon in den vergangenen Jahren steht das Basteln hoch im Kurs. (Bild: zvg)
Wie schon in den vergangenen Jahren steht das Basteln hoch im Kurs. (Bild: zvg)

Vor mehr als zehn Jahren wurde das Kinderfest des Freizeitzentrums ins Leben gerufen – initiiert von engagierten Zumiker Müttern. Es gab die verschiedensten Themen und Uhr­zeiten. Es begann mit einem Brunch, dann wurde über Mittag grilliert, nun freuen sich die Kinder auf den Nachmittag.

Gerade erst aus den Ferien zurück, geht es am 4. September in den Dschungel. In zwei Gruppen können die Kinder die Abenteuer bestehen. Auch das hat sich seit den Anfängen verändert. Alles begann als Familienfest. Die Kids spielten, die Eltern unterhielten sich. Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Bastel- und Sportangebote für die Mädchen und Buben dazu. Diese vergnügten sich, die Eltern quatschten weiter. Der Plan war ein anderer gewesen: eine Aufforderung an die Eltern, gemeinsam mit ihrem Nachwuchs zu malen, zu nähen, zu ­kleben. Für die Betreuerinnen eine grosse Herausforderung. Seit einigen Jahren nun – auch dank Corona – ist das einfacher geworden: Die Kinder kommen alleine, die Eltern können sich derweil im Café Fischvogel unterhalten oder die Zeit für sich geniessen. Ab 13.30 respektive 15 Uhr starten die beiden Gruppen mit maximal 25 Kindern.

«Da wir während der Pandemie auf den traditionellen Zvieri verzichten mussten, haben wir aus der Not eine Tugend gemacht. Da wir nicht mehr für Knabbereien, Obst, Getränke sorgen müssen, können wir uns viel besser auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren», erklärt Claudia Weber, die seit vielen ­Jahren zum Organisationskomitee zählt. Auch die Kinder hätten den Focus auf die Aktivitäten und nicht auf das Essen gelegt.

Eine weitere Erkenntnis aus den Corona-Jahren: Die Atmosphäre in den kleineren Gruppen war enorm entspannt; die Kinder haben in ­Abwesenheit der Eltern viel selbstständiger und konzentrierter gebastelt und gespielt. Die Helfenden sind mittlerweile Jugendliche. Dieses «peer-to-peer-System» ist ein in der soziokulturellen Arbeit beliebter Ansatz. Schon im Kindergarten lernen Kinder von etwas grösseren Kindern.

«An diesem Konzept möchten wir auf jeden Fall festhalten», unterstreicht Claudia Weber, die gemeinsam mit Anja Us, Barbara Blaser, Emilia Alvarez, Haleh Mirzai, ­Ivana Majstorovic, Karen Sandoval, Simona Häringer und Freizeitzentrumsleiter Dennis Padel das Fest vorbereitet hat. «Das bedeutet leider auch, dass das Kinderfest kein ­Angebot mehr für die ganz Kleinen ist. Aber vielleicht entwickelt sich ja wieder ein ganz neuer und ­anderer Familienanlass», meint Claudia Weber.

Dieses Jahr gibt es viel zu basteln und zu absolvieren. Bei den Aktivposten unter anderem einen Expeditionseierlauf, zudem gehen die Kinder als Forscher auf die Pirsch. Mit geschickten Händen entstehen Schlangen aus Perlen und Papier, Papagei-Armbänder, Fotoständer und auch Schlüsselanhänger. Klar, dass sich die Kinder auch als wilde Tiere schminken lassen können.

Während des Kinderfestes wird im Café Fischvogel ein Eltern-Treffpunkt auf die Beine gestellt – betrieben durch die Freiwilligen-Teams des Cafés. Auch der Abschluss mit Popcornkino in Zusammenarbeit mit der jugendlichen Projektgruppe bleibt als fester Bestandteil des Kinderfestes.

Sonntag, 4. September, 13.30 bis 15.30 Uhr/15 bis 17 Uhr, Güggelplatz (bei Regen im Gemeindesaal)
Für Kinder vom 2. Chindsgi bis 3. Primarklasse
Anmeldungen unter freizeit@zumikon.ch
Kosten: 10 Franken pro Kind/Mitglieder 8 Franken

Anzeige