Gebetsteppiche in der Kirche

Die EPI Kirche der Schweizerischen Epilepsie-Stiftung will ein Zeichen setzen und hat zwei muslimische Gebetsteppiche installiert. Das ökumenisch aufgestellte Glaubenshaus will damit seine multikulturelle Ausrichtung bekräftigen.

Die muslimische Seelsorgerin Sumaya Mohamed-Wegenstein besucht regelmässig muslimische Bewohner der EPI Klinik. (Bild: zvg)

Die EPI Kirche sieht sich als Treffpunkt der Kulturen, feierte gerade 50-jähriges Bestehen und will für alle Religionen und Glaubensgemeinschaften offenstehen. Deshalb wurden jetzt, auf Anfrage eines muslimischen Mitarbeiters der Klinik, zwei Gebetsteppiche angeschafft. Laut Paul Padrutt von der Medienstelle der EPI Klinik machen Muslime den grössten Anteil der nicht christlichen Mitarbeitenden aus. Wie viele es sind, wurde aber nie ermittelt. Nun können Muslime ihre Gebete in der EPI Kirche abhalten. Die beiden Gebetsteppiche sind ein Geschenk der Muslimischen Seelsorge Zürich. Sie werden in einem Gefäss in der Kirche aufbewahrt und können jederzeit ausgerollt und benutzt werden. Um in Richtung Mekka beten zu können, wurde in der Kirche extra ein nach Osten zeigender Pfeil angebracht. Eine muslimische Seelsorgerin besucht neu auch alle zwei Wochen zwei muslimische Bewohnende. Da die Gebetsteppiche gerade erst bereitgestellt wurden, könne man nach Angaben der EPI Medienstelle aber noch nicht sagen, wie häufig sie im Einsatz sind.

Anzeige