Innehalten

Die 11-jährige Banu sprintet mit Spitzenzeit ins Ziel. Die Gemeinde ­Zumikon geht angesichts der drohenden Strommangellage mit gutem Beispiel voran. Jetzt. Nicht morgen, nicht übermorgen. Denn: Der Winter wird kommen. Wie, das ist die Frage. Solange der Blick in die Kristallkugel trüb bleibt, ist frühzeitiges Handeln das A und O. Nur für den Fall. ­Feierten wir nicht eben noch den 1. August? Auch die Tage sprinten dahin. Die Wochen und Monate. Schon klopft Halloween schaurig lächelnd an die Tür – und in den Läden locken weihnachtlich schokoladige Sünden. Bei all der Hektik scheint das Leben ein Wettlauf mit der Zeit zu werden. Ein Wettlauf, dessen Ausgang bereits geschrieben steht. Warum also nicht ab und zu innehalten? Die Herbstausstellung im Gerensaal bezauberte mit einer kunterbunten Vielfalt an Selbstgemachtem. Wer vorüberhetzt, sieht kaum mehr als verwaschene Farbtupfer im Augenwinkel. Und der neue Brunnen am Isenbüelweg wird auch nur einmal eingeweiht. Erinnerungen an solche Momente bleiben.

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