Sie sitzen alle im selben Bus

Seit dem 11. Dezember ver­bindet die neue Busline 99 das Lengg-Quartier mit Zollikon und dem übrigen öV-Netz. Gleich mehrere bekannte ­Gesichter aus dem Gesundheitscluster stiegen ein zur Probefahrt.

V. l.: Thomas Huggler, Spitaldirektor Universitätsklinik Balgrist; Martina Bürgi-Hawel, Vizedirektorin Schulthess Klinik; Michael Baumer, Stadtrat Zürich; Marco Gugolz, Direktor Klinik Hirslanden; Marco Beng, CEO Schweizerische Epilepsie-Stiftung; Christian Clement, Geschäfts­führer Gesundheitscluster Lengg; Katharina Hildebrand, Geschäftsführerin Mathilde-Escher-Stiftung, und Julia Hildebrand, CEO Klinik Lengg. (Bild: cef)

Der Bus rollt elektrisch leise in Richtung Gesundheitscluster Lengg: von der Schweizerischen Epilepsie-Klinik und der Klinik Lengg via Psychiatrische Universitätsklinik (PUK) zur Schulthess Klinik und zum Universitätsspital Balgrist bis zur Klinik Hirslanden zurück. Im Bus sitzen die Führungskräfte aller Kliniken und Institutionen und freuen sich über die neuen VBZ-Verbindungen mit Bus 99 nach Zollikon und verlängerter Buslinie 77. Mit dabei ist Stadtrat Michael Baumer: «Zürich wächst auch arbeitsplatzmässig im Gebiet Lengg». Er erwähnt die positiven Auswirkungen des erweiterten Verkehrsnetzes, denn bald werden mehrere tausend und bis in zwei Jahren, mit der Eröffnung des Kinderspitals, weitere 2000 Personen die Verbindungen von Zürich Hegibachplatz und vom Bahnhof Zollikon mit Anschluss an die S-Bahn nutzen können. Schlussendlich werden über 10 000 Mitarbeitende in dieser Region arbeiten. Dazu kommen Patientinnen und Patienten sowie Angehörige, die diese Verbindungen ebenfalls nutzen werden. Die Verantwortlichen wollen möglichst viele Personen weg vom Privatverkehr hin zum öffentlichen Verkehr bewegen. Deshalb schaffen die Kliniken für die Mitarbeitenden finanzielle Anreize beim öV, ganz nach dem Slogan von Michael Baumer «Wer clever unterwegs sein möchte, fährt mit dem öffentlichen Verkehr».

Die Stadt Zürich gehört zu den ersten grossen Kunden in der Schweiz, die auf diese Elektrobusse setzen. Bereits bei den Gelenkbussen nahm man hier eine Vorreiterstellung ein. Die eBusse der Linie 99 haben eine Reichweite von 200 Kilometern und eine Ladeleistung von 400 Kilowattstunden. Insgesamt gibt es 44 Sitzplätze – ein paar mehr als bei den alten Bussen. Da die Elektromotoren deutlich kompakter sind als die früheren Dieselmotoren, bleibt im hinteren Teil des Fahrzeugs mehr Platz. Hauptmotivation für den Umstieg auf Elektrobusse jedoch waren die ökologischen Aspekte. Die VBZ hofft, mit dem Einsatz von Elektrofahrzeugen im öV dem Klimaziel der 2000-Watt-Gesellschaft ein Stück näherzukommen.

Die Linie 99 verkehrt von Montag bis Freitag während der Hauptverkehrszeiten im 15-Minuten-Takt, daneben im 30-Minuten-Takt mit Betriebsschluss gegen 20 Uhr.

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