Die Kraft der Natur

Ildiko Angyàn-Lüthi wagt einen tiefen Griff in ihre gut gefüllte Bildertruhe.

Mit kraftvollen Farben bringt Ildiko Angyàn-Lüthi Landschaften und Blumenszenen auf die Leinwand. (Bild: zvg)

Einen grossen Griff in ihre Bildertruhe macht Ildiko Angyàn-­Lüthi für ihre Ausstellung in der Villa Meier-Severini im Februar. Die Zolliker Künstlerin möchte damit auch einen entscheidenden Wendepunkt präsentieren, an dem sie sich entschlossen hat, sich ganz auf die Ölmalerei zu fokussieren. Die ältesten von diesen Ölbildern sind rund 40 Jahre alt. «Sie halten mir selbst den Spiegel vor, nämlich meinen entschlossenen Willen, ­Malerin zu werden. Spontane, lustvolle ­Expressivität und mutige Farbwahl. Oh ja, ich wollte Malerin werden! Die bin ich dann auch geworden», formuliert die 68-Jährige inbrünstig. Im Laufe der Jahre habe sich ihr Blick aber verändert. Immer öfter richtet sie den Blick in den Himmel, in die Wolken und auf den Horizont. Als die Zäsur durch die Corona-Zeit kam, hat sie die Isolation genutzt, um sich konzentriert den schönen Dingen zu widmen. In diesen zwei Jahren entstanden endlose Blumenbilder. «Ich habe an meinem Blumenteppich gewoben in der Hoffnung, dass, wenn ich fertig bin, auch diese Ära des Schreckens, des Leidens und des Stillstandes ein Ende nimmt.» Im Engadin hat sie die Kraft der Natur und die damit verbundene Demut genutzt, um die Momente einzufangen.


3. bis 12. Februar, Vernissage:
Freitag, 3. Februar, 18 bis 21 Uhr, Finissage: Sonntag, 12. Februar, 11 bis 17 Uhr
Villa Meier-Severini
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 14 bis 18 Uhr, Sa/So 11 bis 17 Uhr

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