Zumikon

Coop geht, Aldi kommt später

Im nächsten Frühjahr eröffnet der deutsche Discounter Aldi am Zumiker Dorfplatz eine Filiale mit vergrösserter Verkaufsfläche.

Morgen schliessen sich die Türen der Coop-Filiale am Dorfplatz zum letzten Mal. Und sie werden bis zum Frühjahr 2020 geschlossen bleiben – ausser für Handwerker. Im Anschluss wird dort Aldi Einzug halten. Damit beginnt morgen auch eine versorgungsfreie Zeit am Dorfplatz. Zwar war der Coop gemeinhin nicht der Ort für den wöchentlichen Grosseinkauf. Aber er war Anlaufstelle für Schüler vor oder nach dem Sportunterricht am Farlifang, für Mütter während des Spielplatzbesuches zur Überbrückung des kleinen Hungers und für Werktätige rund um den Dorfplatz für einen schnellen Zmittag oder Zvieri. Erst im Frühling, später als ursprünglich geplant, wird das wieder geboten werden. «Es wird umfangreiche Umbaumassnahmen geben», erklärt Philippe Vetterli, Mediensprecher von Aldi Schweiz. Nicht nur die Verkaufsfläche des Coop wird umgebaut, auch weitere Räumlichkeiten im Erdgeschoss, die schon leer standen, werden in das Projekt integriert. Zukünftig wird auf einer Verkaufsfläche von ungefähr 950 Quadratmetern das gesamte Warensortiment des deutschen Discounters angeboten.

Urbane Standorte gesucht

Waren Aldi-Filialen ansonsten eher in Rand- und Industriegebieten zu finden, verfolgt die Kette ein neues Konzept. «Als regionaler Nahversorger suchen wir die Nähe zu unserer Kundschaft. Die zentrale Lage, die zu erwartende hohe Kundenfrequenz und die Anbindung an den öffentlichen Verkehr sind für uns immer wichtiger werdende Indikatoren für die Standortwahl», erklärt Philippe Vetterli. Um das Ziel von 300 Aldi-Filialen schweizweit zu erreichen, setzt das Unternehmen vermehrt auf urbane und zentrumsnahe Standorte. «Wir haben bereits 2016 in der Stadt Zürich eine sehr zentral gelegene Filiale nahe dem Hauptbahnhof eröffnet. In diesem Jahr folgen weitere zentral gelegene Filialen unter anderem in Zürich, Luzern und St. Gallen», führt der Mediensprecher aus.

Keine Plastiksäcke an der Kasse

Thema sei auch die Umwelt und die Vermeidung von Plastiksäcken. Aus hygienischen und praktischen Gründen sei es nicht möglich, beim Obst oder Gemüse ganz auf diese zu verzichten. «Wir suchen in dem Bereich aber nach Alternativen.» An den Kassen gibt es schon länger keine Wegwerf-Plastiksäcke mehr. Dagegen gibt es die Möglichkeit zum Erwerb von kostenpflichtigen Papiertragetaschen, wiederbenutzbaren Kühltragetaschen und Permanenttragetaschen. «Das Feedback unserer Kundinnen und Kunden zu diesem Vorgehen ist durchwegs positiv, die Akzeptanz der Mehrwegtragetaschen gross», weiss Philippe Vetterli. Insgesamt soll bis zum Jahr 2025 der Materialeinsatz der Eigenmarken-Verpackungen um 25 Prozent reduziert und grundsätzlich alle Standard-Eigenmarken-Artikel in recyclingfähigen Verpackungen oder lose angeboten werden. Zudem will Aldi Schweiz bis Ende dieses Jahres den Verkauf von Plastik-Einwegprodukten wie Plastikbecher und -geschirr stoppen. Das kann ab dem kommenden Frühjahr auch in Zumikon überprüft werden. (bms)

 

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