Zollikon

Frischer Wind für Seebadi-Kiosk und Chilbi 

Bald auch in der Seebadi: die Trube-­Pächter Assanee Meguid und Stefano Eggenberger. (Bild: zvg)

Als junge Pächter des Traditionslokals Trube machen sich die beiden Gastronomen Stefano Eggenberger und Assanee Meguid bereits seit gut zwei Jahren einen Namen in der Gemeinde. Auf den Sommer hin übernehmen sie nun auch den Kioskbetrieb der Seebadi Zollikon. Und als Präsident ad interim des Chilbivereins Zollikon ist Stefano Eggenberger bereits daran, auch die jährliche Chilbi mit neuen Ideen aufzufrischen.

«Wir haben nie um Sterne gekocht, sondern wollen ­einfach ein feines Restaurant sein», sagt Stefano Eggenberger. Zusammen mit seinem Geschäftspartner ­Assanee Meguid führt er seit zwei Jahren die Trube Zollikon. Und wurde dennoch auf Anhieb mit 14 «Gault-Millau»-­Punkten ausgezeichnet. 

Auf Anfang Mai übernimmt das Duo nun auch den Kiosk­betrieb des Seebads Zollikon, vorerst befristet auf drei Jahre. Es hat den Zuschlag im Rennen gegen drei weitere Mitbewerber erhalten, «da sie die besten Voraussetzungen für die Pacht sowie langjährige, erfolgreiche Erfahrung im Gastrobereich mitbringt», wie es im Verhandlungsbericht der Zolliker Gemeinderatssitzung heisst. «Wir möchten ein Angebot schaffen, das es so am rechten Seeufer noch zu wenig gibt», erklärt Stefano ­Eggenberger. Das Ziel sei dabei nicht, alles zu verändern, sondern den Standort Zollikon mit frischen Konzepten aufzuwerten. «Uns schwebt ein Ambiente im Stil einer italienischen Strandbar vor. Dabei soll vor allem ein ‹Zuhause-­Feeling› für die lokale Bevölkerung, ein Treffpunkt für Jung und Alt, entstehen.»

Das Essensangebot soll demnach nicht von Grund auf neu erfunden, sondern durch Qualitätsprodukte wie frische Pasta, Salate oder Focaccia sowie Eiskaffee und hausgemachte Säfte ergänzt werden. Dazu sollen die Badigäste auch mal ein Vitello tonnato in Kombination mit einem Glas Rosé oder einen Cocktail geniessen dürfen. Das heisse aber nicht, dass in der Seebadi künftig Gourmet-­Preise herrschen. «Wir orientieren uns am bisherigen Preissegment und ergänzen dies vereinzelt mit Klassikern aus unseren anderen Betrieben.» Denn auch im Zürcher Kreis 4 ist das Duo mit der Pasteria Di Lenardo und dem angrenzenden Take Away Di Lena aktiv.

Livemusik und Kulinarik-Abende 

Auch die Infrastruktur des Seebads gebe genug her für die neuen Ideen der beiden Gastronomen. «Wir ergänzen sie aber mit neuen Elementen», sagt Stefano Eggenberger. Holzkisten und Kissen zum Sitzen, Pflanzen und eine gemütliche Beleuchtung sollen der angedachten Atmosphäre gerecht werden. Das neue Angebot will das Duo mit verschiedenem Veranstaltungen ergänzen. Im Sommer ist für die Fussball-­EM ein Public Viewing mit Grossleinwand angedacht, wofür neben den rund 50 Bistro-Plätzen auch die inneren Liegewiesen miteinbezogen werden können. «Dazu stellen wir uns kulturelle Anlässe mit Livemusik junger Bands, Cocktail-­Nights an den Wochenenden oder gemütliche Taco-Abende vor», fügt Stefano Eggenberger an. Gäste könnten so auch nach Badeschluss verweilen und vom Angebot profitieren. 

Neue Ideen für Zolliker Chilbi

Mit ihrer Alternative zur etablierten «Fassbar» und den Festzelten auf dem Areal des Schulhauses Buechholz sind die Trube-­Pächter an der Zolliker Chilbi seit zwei Jahren Jahr ebenfalls gut bei der Zolliker Bevölkerung angekommen. «Wir hatten 500 bis 600 Menschen vor der Trube, die ausgelassen Party machten», erinnert sich Stefano ­Eggenberger. Als Präsident ad interim ist er inzwischen daran, der Zolliker Chilbi auch künftig frischen Wind zu bringen. «Einerseits sind wir an der Umsetzung, die internen Strukturen und Abläufe der verschiedenen Ressorts punkto Kommunikation fliessender und effizienter zu gestalten.» 

Dies soll sich bereits dieses Jahr auch im Angebot widerspiegeln. «Wir sind in Kontakt mit diversen Partnern, die das Potenzial haben, die bewährten Food-­Stände mit frischen Angeboten zu bereichern.» Dem umtriebigen Gastronomen gehe es auch hier nicht darum, alles umzukrempeln. Vielmehr soll das bestehende Angebot dort verbessert werden, wo es Sinn mache. «Bis anhin war die Chilbi aufgeteilt in die Fassbar für die Jungen, wobei die Festzelte eher die älteren Generationen beherbergten», beschreibt Stefano ­Eggenberger seinen Eindruck. «Unser Ziel ist es daher, Verbindung zu schaffen und auch den Dorfplatz für alle mehr zu beleben.»

Wie er die Führung das Restaurants Trube, die Pacht der Seebadi und sein Engagement im Chilbiverein Zollikon in Zukunft unter einen Hut bringen will, ist für den Mann der Taten klar: «Es braucht klare Strukturen, reibungslose Abläufe und gute Mitarbeiter.»

Valentin Kaelin
 

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